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    Russlands Präsident Wladimir Putin in Iran

    Reuters: Putin ändert geopolitisches Szenario

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    Die Unterstützung des Kremls für die syrische Regierung hat die Positionen Russlands in der Welt wesentlich gestärkt, schreibt der Reuters-Kolumnist Josh Cohen.

    Als Russland den Militäreinsatz in Syrien startete, sprachen die USA und ihre Verbündeten von diesem Einsatz als Katastrophe. Mit diesem Scherz hat sich Washington selbst zum Narren gemacht.

    "Dank der geschickten Taktik und des günstigen Windes wird Syrien nach den Terroranschlägen in Paris ein großer strategischer Sieg Wladimir Putins“, schreibt der Kolumnist.

    Nach seiner Ansicht hat der russische Präsident bereits das erste Ziel erreicht. Der syrische Präsident Baschar al-Assad ist nicht mehr sturzgefährdet.

    Der zweite Erfolg Putins ist der Ausbau des russischen militärischen und politischen Einflusses im Nahen Osten. Dem Präsidenten Russlands gelang es, sich in einen unersetzlichen Partner für jede der drei Schlüsselkräfte der Region zu verwandeln. Putin überraschte die USA, indem er mit seinen Aktivitäten de facto ein Bündnis mit den wichtigsten schiitischen Akteuren, darunter dem Iran, dem Irak, der „Hisbollah“ und Syrien bildete. Der Kolumnist hebt zudem hervor, dass diese Schritte den Einfluss Russlands unter den Sunniten sowie in Israel erhöht haben.

    Außerdem durchbrach Putin die diplomatische Isolierung. Cohen zufolge war die starke Veränderung in der Haltung zu Russland am Rande des G20-Gipfels in der Türkei zu sehen, auf dem Putin auf die Must-see-Liste aller westlichen Staats- und Regierungschefs gesetzt wurde.

    Cohen weist auf die Tatsache hin, dass US-Präsident Barack Obama jetzt bereit ist, sich auf einen Kompromiss zu Syrien zu einigen und seinen feindseligen Kurs gegenüber Russland auf einen freundlichen umstellte, indem er Putin  als „konstruktiven Partner“ bezeichnete. Außerdem kann dem Experten zufolge die Zusammenarbeit der beiden Länder zu Syrien zur Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland führen.

    „Mit einem Wort, Putins mutige Schritte in Syrien haben das weltweite geopolitische Szenario geändert“, schreibt er.

    Seit dem 30. September begann Russland auf Bitte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit Jagdbombern des Typs Su-25, Frontbombern der Typen Su-24M und Su-34 sowie Jägern des Typs Su-30SM präzise Angriffe auf IS-Objekte in Syrien zu fliegen. Mitte November wurden auch russische Langstreckenbomber der Typen Tu-160, Tu-95MS und Tu-22M3 eingesetzt.

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    Terrormiliz Daesh, Su-25, Tu-22M3, Tu-95MS, Tu-160, Su-30SM, Su-34, Su-24M, G20-Gipfel in der Türkei, Barack Obama, Wladimir Putin, Josh Cohen, Russland, Syrien, USA