05:29 23 Juni 2017
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    Russlands Präsident Wladimir Putin

    Putin: Regierung in Ankara unterstützt gezielt „Islamisierung“ der Türkei

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    Politik
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    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (204)
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    Nach dem Abschuss des russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Regierung in Ankara beschuldigt, gezielt eine „Islamisierung“ der Türkei voranzutreiben.

    Mit Blick auf den Jet-Abschuss sagte Putin, dass das Problem viel tiefer liege: „Die jetzige Führung der Türkei betreibt seit Jahren gezielt eine Innenpolitik, die die Islamisierung ihres Landes unterstützt.“ Der Islam sei eine große Weltreligion und auch in Russland eine der traditionellen Religionen. „Wir unterstützen selber den Islam und werden das auch weiter tun.“ Doch im Fall der Türkei „handelt es sich um die Unterstützung einer radikaleren Richtung. Das schafft eine sehr ungünstige Atmosphäre.“

    Ein russischer Jagdbomber vom Typ Su-24 war am Dienstagvormittag mit einer türkischen Luft-Luft-Rakete abgeschossen und in Syrien, rund vier Kilometer von der türkischen Grenze entfernt, abgestürzt. Einer der Piloten wurde offenbar getötet, der zweite konnte lebend gerettet werden.

    Der Jet flog Angriffe gegen Stellungen der  Terrormiliz „Islamischer Staat“ in der syrischen Provinz Latakia,  als er von der türkischen Rakete getroffen wurde. Nach türkischen Angaben verletzte die Maschine den Luftraum der Türkei. Moskau bestreitet das. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist der Jet ununterbrochen im syrischen Luftraum geflogen.

    Nach dem Abschuss setzte die Türkei die Nato und die USA über den Vorfall sofort in Kenntnis, jedoch nicht Russland. Im Zusammenhang mit dem Vorfall hat Russlands Präsident Wladimir Putin ernsthafte Konsequenzen für die Beziehungen mit der Türkei angekündigt. Außenminister Sergej Lawrow sagte seinen für Mittwoch geplanten Türkei-Besuch ab.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit dem 30. September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen die Terrororganisationen IS und al-Nusra, die in den vergangenen Jahren weite Teile Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Russische Jets haben laut Angaben aus Moskau bereits mindestens 2.700 Ziele zerbombt und Hunderte Dschihadisten getötet. Täglich würden mehr als 140 Angriffe gegen die Terroristen geflogen.

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    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (204)

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