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    Ein Su-24-Jagdbomber in Hmeimim (Latakia)

    Putin nach Jet-Abschuss: Sicherheit der Piloten „mit allen Mitteln“ gewährleisten

    © REUTERS/ Ministry of Defence of the Russian Federation
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    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (204)
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    Nach dem Abschuss des russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe hat Präsident Wladimir Putin angekündigt, Russland würde „alle Mittel“ einsetzen, um die Sicherheit seiner Piloten in Syrien zu gewährleisten.

    Zuvor hatte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mitgeteilt, dass das Verteidigungsministerium mit Putins Zustimmung Langstrecken-Flugabwehrraketensysteme vom Typ S-400 „Triumph“ nach Syrien verlegen würde.

    Die S-400-Systeme sollen auf dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Latakia, rund 60 km von der türkischen Grenze entfernt, aufgestellt werden.  Sie sind gegen alle Typen von Flugzeugen über Drohnen bis zu Marschflugkörpern wirksam und können auch taktische Raketen abfangen. Selbst Tarnkappenflugzeuge (Stealth) haben dagegen keine Chance. Jedes System kann gleichzeitig 36 Ziele in einer Entfernung von bis zu 400 Kilometern beschießen. 

    Ein russischer Jagdbomber vom Typ Su-24 war am Dienstagvormittag mit einer türkischen Luft-Luft-Rakete abgeschossen und in Syrien, rund vier Kilometer von der türkischen Grenze entfernt, abgestürzt. Einer der Piloten wurde offenbar getötet, der zweite konnte lebend gerettet werden.

    Der Jet flog Angriffe gegen Stellungen der  Terrormiliz „Islamischer Staat“ in der syrischen Provinz Latakia,  als er von der türkischen Rakete getroffen wurde. Nach türkischen Angaben verletzte die Maschine den Luftraum der Türkei. Moskau bestreitet das. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist der Jet ununterbrochen im syrischen Luftraum geflogen.

    Nach dem Abschuss setzte die Türkei die Nato und die USA über den Vorfall sofort in Kenntnis, jedoch nicht Russland. Im Zusammenhang mit dem Vorfall hat Russlands Präsident Wladimir Putin ernsthafte Konsequenzen für die Beziehungen mit der Türkei angekündigt. Außenminister Sergej Lawrow sagte den für Mittwoch geplanten Türkei-Besuch ab.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit dem 30. September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen die Terrororganisationen IS und al-Nusra, die in den vergangenen Jahren weite Teile Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Russische Jets haben laut Angaben aus Moskau bereits mindestens 2.700 Ziele zerbombt und Hunderte Dschihadisten getötet. Täglich würden mehr als 140 Angriffe gegen die Terroristen geflogen.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Stützpunkt Hmeimim (Syrien), Su-24, S-400, Wladimir Putin
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