11:11 05 August 2020
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    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (204)
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    Das russische Außenministerium hat Informationen aus Ankara, dass Russlands Außenminister Sergej Lawrow, der nach dem Abschuss des russischen Kampfjets seinen Türkei-Besuch abgesagt hat, doch in ein Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen eingewilligt habe, als falsch zurückgewiesen.

    Lawrow habe alle Terminvorschläge aus der Türkei abgelehnt, kommentierte die russische Außenamtssprecherin Marija Sacharowa am Mittwoch ein von Medien zitiertes Statement des türkischen Außenamtes, laut dem der türkische Chefdiplomat Mevlüt Çavuşoğlu am Telefon ein Treffen mit Lawrow vereinbart habe.

    „Solche Erklärungen des türkischen Außenministeriums zeugen vom Fehlen jeglicher Ahnung von Ethik und Respekt“, sagte Sacharowa. „Beim Telefonat mit dem türkischen Außenminister hat Lawrow keinem der zahlreichen Terminvorschläge zugestimmt.“ Sacharowa rief die türkischen Behördenvertreter dazu auf, „den Strom von unwahren Informationen zu drosseln“.

    Ein russischer Jagdbomber vom Typ Su-24 war am Dienstagvormittag mit einer türkischen Luft-Luft-Rakete abgeschossen und in Syrien, rund vier Kilometer von der türkischen Grenze entfernt, abgestürzt. Der Flugkommandant wurde offenbar getötet, der Co-Pilot konnte lebend gerettet werden.

    Der Jet flog Angriffe gegen Stellungen der  Terrormiliz „Islamischer Staat“ in der syrischen Provinz Latakia,  als er von der türkischen Rakete getroffen wurde. Nach türkischen Angaben verletzte die Maschine den Luftraum der Türkei. Moskau bestreitet das. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist der Jet ununterbrochen im syrischen Luftraum geflogen.

    Nach dem Abschuss setzte die Türkei die Nato und die USA über den Vorfall sofort in Kenntnis, jedoch nicht Russland. Im Zusammenhang mit dem Vorfall hat Russlands Präsident Wladimir Putin ernsthafte Konsequenzen für die Beziehungen mit der Türkei angekündigt. Außenminister Sergej Lawrow sagte seinen für Mittwoch geplanten Türkei-Besuch ab.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit dem 30. September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen die Terrororganisationen IS und al-Nusra, die in den vergangenen Jahren weite Teile Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Russische Jets haben laut Angaben aus Moskau bereits mindestens 2.700 Ziele zerbombt und Hunderte Dschihadisten getötet. Täglich würden mehr als 140 Angriffe gegen die Terroristen geflogen.

     

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    Terrormiliz Daesh, Su-24, Dschabhat al-Nusra, Mevlüt Çavuşoğlu, Sergej Lawrow, Türkei