12:10 28 März 2017
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    An der Südküste der Krim

    Krim kappt alle Verbindungen zur Türkei

    © Sputnik/ Sergei Malgavko
    Politik
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    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (203)
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    Die Schwarzmeer-Halbinsel Krim kappt alle Verbindungen zur Türkei. Wie Republikchef Sergej Aksjonow am Mittwoch in der Hauptstadt Simferopol sagte, werden der Fährverkehr und alle Geschäftskontakte demnächst abgebrochen.

    Zudem rufen die Behörden der Halbinsel die Bevölkerung auf, türkische Waren nicht mehr zu kaufen und auf Türkei-Reisen zu verzichten. „Der Staat, der unsere Landsleute tötet, darf in keiner Form unterstützt werden“, erklärte Aksjonow.

    Bislang wurden die Geschäftskontakte zwischen der Krim und der Türkei über eine Fährlinie von Jewpatorija aufrechterhalten. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland wurde auch eine Fluglinie zwischen Simferopol und Istanbul eingerichtet. Auf der Halbinsel sind türkische Bauunternehmen aktiv. Geplant waren Investitionen in die Agrarsparte und in Hotels.

    Am Dienstag war ein russischer Frontbomber vom Typ Su-24 in Syrien abgestürzt. Präsident Wladimir Putin teilte mit, die Maschine sei durch eine Luft-Luft-Rakete von einem türkischen F-16-Kampfjet über dem syrischen Gebiet abgeschossen worden und vier Kilometer von der türkischen Grenze am Boden explodiert. Der Staatschef bezeichnete den Abschluss als einen „Stoß in den Rücken durch Helfershelfer von Terroristen“.

     

    Themen:
    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (203)
    Tags:
    Abbruch, Kontakte, Flugzeugabschuss, Türkei, Krim, Russland
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      Mit der Türkei gibt schlussendlich nur ein wichtiges Problem, der Bosporus und die Dardanellen. In Friedenszeiten mag die Durchfahrt garantiert sein, aber im Kriegszustand darf die Türkei die Meeresstrasse schließen. Vielleicht wird gerade dies mit der bewussten Eskalation gewünscht, v.a. von der Nato, um Russland vom Mittelmeer abzuschneiden. Dies ist sehr schade, denn Russland und die Türkei könnten natürliche, strategische Partner sein, wenn die Türkei von den Muslimbrüdern nicht an die Wand gefahren werden würde. So, unter diesem Regime, wird sie zerfallen. Und irgendwann wird Konstantinopel wieder christlich orthodox sein. Nach dem Krieg, leider erst dann.
    • Antwort anStresstest "Großraum Krefeld"(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Stresstest "Großraum Krefeld", China ist auch eine sehr gute Fälscherwerkstatt und die Ware wird nicht nur von DEUTSCHEN gekauft, nein auch von Russen die ja nun den zweitgrößten Touristenanteil in der Türkei ausmachen.
    • Konstantin Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      cmhamburgmoeller, wollen sie sich hier noch weiter islolieren, oder wollen sie besser mal einen Othographie Kurs bei der ansässigen Volkshochschule machen
      ???
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      Kennt denn Erdogan die Pläne der Kabale nicht? Träumt er ernsthaft von Ölquellen und einem osmanischem Grossreich. Die Türkei wird zerfallen und sich keine arabischen Gebiete einverleiben, jetzt da Russland vor Ort ist. Aber anstatt den Kurden eine annehmbare Autonomie zuzugestehen, wird in wenigen Jahren nur noch ein Rumpfstaat übrig bleiben. Die Türkei macht den gleichen Fehler wie die Ukraine. Nicht sehr intelligent, denn wer hoch pokert kann auch viel verlieren.
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      Türkei und Ukraine:
      Und das wirklich traurige an der Geschichte ist, diese Träumer von Staatsmännern hat sich in Grossmachtsphantasien blenden lassen. Sie wenden sich genau gegen den, der sie vor Verfall und Chaos bewahren hätte können: Russland!
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      geluhe
      Putin gewinnt weltweit an Renommee - wie man auch hier sehen kann: www.godlikeproductions.com/forum1/message3016835/pg1
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      Stresstest "Großraum Krefeld"Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      "Russen die ja nun den zweitgrößten Touristenanteil in der Türkei ausmachen"

      ... ja, und das soll sich jetzt ändern - hoffen wir!
    • Als wenn die Türken auf die Geschäfte mit der Krim angewiesen seien!
      Und außerdem stärkt das die EU-Sanktionen gegen die Krim.
    • Antwort anKonstantin (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ach, Dr. Denunziant hinterlässt hier auch mal wieder seine geistigen Ausscheidungen?!
      Und nicht vergessen > morgen früh gleich wieder dem Moderator petzen was Dir hier nicht gefallen hat!
    • Konstantin
      Habe gerade schon gemeldet, wenn das so ok ist.
    • AmbuyaAntwort anhvatzigen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hvatzigen, im Moment erscheint das tatsächlich als die gesündeste Strategie. Es zeigt sich ja wieder und wieder für Russland, dass mit dem Westen kein Zusammenarbeiten ist, ganz im Gegenteil, wenn solche Mörderbanden wie der IS gestützt werden. Russland sollte sich wirklich kompakter halten, verschlossener geben, die Hinwendung nach Osten scheint eher geeignet zu sein, denn komplett Abschotten wäre auch nicht gut. Russland könnte zwar sehr wohl autark leben aber in den ersten Jahren wäre das sicher kein Vergnügen, da bieten sich China und die restlichen BRICS-Staaten an.
      Westeuropa und vor allem die USA sollte Präsident Putin aber umgehend von seiner Liste möglicher Gesprächspartner streichen.
      Sklavenhalter und Dienstboten sind keine Partner auf Augenhöhe für Russland.
    • Eine richtige und konsequente Entscheidung als Reaktion auf den Abschuß eines
      russischen Flugzeugs. Von solch klaren Handlungsstrukturen kann man in der BRD-GmbH nur träumen. Ein Boykott von Waren aus der Türkei wäre auch hier angebracht! Schon alleine aus Solidarität mit dem Piloten und Rußland, die sich ernsthaft um die Terrorismusbekämpfung einsetzen. Meine Gedanken gehören dem russischen Piloten und seinen Angehörigen.
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      baijardo
      Putin fährt Russland langsam an die Wand.
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      das kann noch Ärger geben wegen den Krim-Tataren, welche zu Türkei gehören bzw von Erdogan gehätschelt werden - ggf muss man die aussiedeln in die Türkei , damit keiner einen Putsch auf der Krim inszenieren kann .
    • Antwort anandrzej.mallek(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      andrzej.mallek, schmerzhaft für den Krim Tourismus? Das Gegenteil wird der Fall sein - dies ist Russland. Die Russen, die nun ihre Reisen stornieren, wechseln eben auf die Krim. Laut der PCT (www.rostourunion.ru/) schadet dies zwar dem Tourismus insgesamt, insbesondere der Tourismusindustrie an sich - aber die Kunden haben eben durch die Reisewarnung die Möglichkeit, von den entsprechenden Verträgen zurück zu treten und entschädigt zu werden.

      Also haben letztendlich 3,3 Millionen potentielle Touristen ein freies Reisebudget, und dies bei existierenden Reisewarnungen für die typischen russischen Massenziele Türkei und Ägypten - dies wird der beste Sommer aller Zeiten auf der Krim.

      Und die ersten türkischen Hoteliers, die für die russische Weihnacht ihre Tore öffnen wollten, haben bereits freiwillig abgesagt und werden ihre Hotels geschlossen halten.

      Ich würde glattweg behaupten, das der Schaden der allgemeinen Reiseindustrie nicht der Schaden der Krim sein wird - ganz im Gegenteil, dort werden gerade die letzten Kontingente wie warme Semmeln verschoben.
    • Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      R. Lee Ermey, Sie sind wirklich ein kleiner kompromissloser Stänkerer - das muß einem tatsächlich Respekt ab nötigen. Nur ob diejenigen Türken, die nicht von Erdogans Gnaden sondern von ehrlichen Geschäften leben, dies so prickelnd finden werden wie Sie?

      Was Erdogan nie hatte, ernsthafte Gegner im politischen System, die wird er nun haben. Für ihn ist dies mehr als gefährlich, wenn es nun zum Bündnis des unabhängigen, normalerweise unpolitischen Establishments mit der türkischen Opposition kommt.

      Und die Verzweiflung merken Sie ihm auch bereits an: Allein der Spruch, das man nicht wußte, das es sich um ein russisches Flugzeug handelte - dies kann nur ein völlig verzweifeltem ein fallen. Im Hause Erdogan macht sich gerade Panik breit.

      Und ob es den EU Sanktionen hilft oder sie gar stärkt, wenn der erste Staatschef wegen seiner Position gegenüber Russland aus dem Lande gejagt werden wird und vor Gericht steht - dies wage ich zu bezweifeln ;)
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      otto-remagenAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      cmhamburgmoeller, von welchen Besatzern ? Sie meinten sicher den Beschützern vor den Bluthunden aus Kiew .
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      Miami
      Krim kappt...
      die russische Besatzungsmacht kann ja nicht einmal die Halbinsel versorgen, sie sollten diese somit wieder an die Eigentümer in Kiew übergeben
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      inoxidavel
      Ich verstehe, dass es wichtig ist erdogan zu bestrafen. Aber doch bitte nicht das Volk, welches unter dem Despoten zu leiden hat.
      Mit anderen Worten, es wird nicht einfach sein, dem faschistoiden System eine Lektion in Verhaltensweise zu erteilen.
      Vielleicht koenne man sich an jene Gruppen wenden, welche Erdogan aufgehetzt haben (es muessen nicht notwendiger Weise die gleichen Figuren sein, die es ihm erlaubt haben).
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      Miami
      Krim kappt alle Verbindungen zur Türkei....
      Der war gut!

      Russland hat alle Mühe diese besetzte Halbinsel mit dem nötigsten zu versorgen
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