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21:19 15 Oktober 2019
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    Russlands Präsident Wladimir Putin und ehemalige US-Präsident George Bush (Archivbild)

    Putin seit 16 Jahren maßgebend für US-Staatschefs - US-Kolumnist

    © Sputnik / Mikhail Klimenteev
    Politik
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    Der russische Präsident Wladimir Putin übertrifft alle anderen Politiker in der Welt. Genau aus diesem Grund ist er zu einem Messstab geworden, nach dem sich US-Staatschefs in den letzten Jahren messen, schreibt Patrick Smith, der außenpolitische Salon-Kolumnist.

    In den letzten 16 Jahren nahmen drei Personen den Posten des US-Präsidenten ein: Bill Clinton, George Bush und Barack Obama. Keiner von ihnen habe es geschafft, die Beziehungen zu Putin in Ordnung zu bringen. Dabei hätten die Amerikaner mehrmals ihre Einstellung zu dem russischen Staatschef geändert.

    Smith zufolge bestehe Putins „Sünde“ darin, dass er, nachdem er an die Macht kam, „die Lichter ausblies und erklärte, die Party sei zu Ende“. Er soll Amerikanern nicht mehr erlaubt haben, Einfluss auf Russlands Innenpolitik zu nehmen.

    „Warum sind unsere Präsidenten und diejenigen, die diesen Posten bekleiden wollen, nicht in der Lage, sich mit ihrem russischen Kollegen zu arrangieren? Was hat dieser Mann in sich, dass US-amerikanische Führer und die politische Elite so oft Dummheiten von sich geben und begehen und sich ständig in Widersprüche verwickeln?“ fragt Smith.

    Putin gebe sein Hauptziel oft bekannt. Dieses Ziel sei, Russland aus dem schrecklichen Wirrwarr, in welches es geraten sei, herauszuholen. Putin wolle Russland zu einem gleichberechtigten Partner des Westens zu machen.        

    Der Autor des Salon-Artikels unterstreicht zudem, dass Putins Bestrebung nichts mit den propagandistischen Erklärungen darüber gemein habe, dass er angeblich das Sowjetimperium wiederzubeleben versuche.

    „Sie hat dabei aber gleich wenig mit der Absicht zu tun, sich dem Westen zu unterwerfen. Jetzt sollte man die Wörter ‘Modernisierung’ und ‘Verwestlichung’ nicht als Synonyme betrachten. Aus diesem bedeutenden Grund gilt Putin als ein mächtiger Führer“, so Smith.

    Aus Sicht des Kolumnisten sei es eine offensichtliche Tatsache, dass Wladimir Putin als Staatsmann alle Spitzenpolitiker in Washington übertreffe.

    Der Autor nennt als Beispiel die jüngsten bedeutenden Schritte des russischen Präsidenten. So habe Putin „Obamas Haut“ gerettet, als Chemiewaffenvorräte Assads die USA in einen Krieg verwickeln hätten können. Außerdem habe Putin einen großen Beitrag zum Atom-Abkommen mit dem Iran geleistet.  

    Als Putin Ende September die Entscheidung traf, seine Luftwaffe nach Syrien zu schicken, habe Obama nur einen Schmollmund machen können. Russlands Staatschef stellte den ersten glaubwürdigen Plan der friedlichen Regelung in Wien vor, und rief nach den Anschlägen von Paris zu einer gemeinsamen Anti-IS-Koalition auf.

    „Er hat ein Ziel, das sich vom Hintergrund anderer abhebt. Er ist eindrucksvoll. Deswegen ist er zu einem Maßstab geworden, nach dem sich amerikanische Staatschefs in den letzten 16 Jahren messen lassen müssen“, schließt Smith.

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    Tags:
    Patrick Smith, Wladimir Putin, Barack Obama, George Bush, Russland, USA