19:01 15 Dezember 2017
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    Der türkische Präsident Tayyip Erdogan

    Medien: Moskau lässt Erdogans Zukunftsvisionen für Türkei platzen

    © AP Photo/ Burhan Ozbilici
    Politik
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    Nach dem Su-24-Abschuss durch die Türkei befindet sich nun Präsident Recep Tayyip Erdogan in einer komplizierten Lage, berichtet Der Tagesspiegel. Denn Moskau könnte Ankara auf wirtschaftlicher Ebene schwer treffen. Außerdem stehen nun laut der Zeitung die türkischen Ambitionen zur Führungsrolle im Nahen Osten auf dem Spiel.

    Nach dem Vorfall mit dem russischen Jet "stehen nicht nur die türkisch-russischen Beziehungen, russische Gaslieferungen und die türkischen Pläne für eine Pufferzone in Syrien" auf dem Spiel. Präsident Erdogan kämpfe um die Vision einer neuen Türkei, die als "eigenständige Regionalmacht in Nahost ihre Interessen durchsetzt", so Der Tagesspiegel.

    Diesen Interessen steht nun Moskau im Weg, denn der Kreml droht mit Konsequenzen nach dem Konflikt an der syrischen Grenze. Schließlich beziehe die Türkei "57 Prozent ihres Erdgases aus Russland", erläutert die Zeitung. Somit könnte die weitere Entwicklung des Turkish-Stream-Projekts unter Frage geraten.

    Auch in der syrischen Frage werde sich Russland "von der Türkei nicht abschrecken lassen", zitiert Der Tagesspiegel einen Autor der türkischen „Hürriyet Daily News“.

    "Zwar gehen Beobachter davon aus, dass auch Moskau ein tiefes Zerwürfnis mit der Türkei vermeiden will. Doch dass Putin den Affront des Abschusses einfach auf sich beruhen lässt, ist kaum zu erwarten", geht aus dem Tagesspiegel-Artikel hervor.

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    Tags:
    SU-24, Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, Russland
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