00:59 27 Januar 2020
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    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (204)
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    Der Abschuss des russischen Frontbombers Su-24 musste sich nicht ereignen, wie der griechische Außenminister Nikos Kotzias auf einer Pressekonferenz in Teheran sagte.

    „Weder die Türkei noch Syrien sind Feinde. Der Feind ist der Terrorismus, speziell die Terrororganisation Daesh (der „Islamische Staat“ — Anm.d.Red.), der dringend ein Ende gesetzt werden muss. Das ist der Feind – nicht nur außenpolitisch, sondern auch im Inneren, wie die Anschlagsserie in Paris gezeigt hat“, so Kotzias.

    Als der Minister im Februar 2015 in der EU gesagt hatte, dass diese der Situation in Libyen und Syrien sowie deren Einfluss auf Europa mehr Aufmerksamkeit schenken solle, hätten die meisten Kollegen ihn nur erstaunt angesehen. 

    „Sie (die EU – Anm.d.Red.) hat sich bisher nur mit den Problemen im Nordosten Europas befasst. Der Terror wird aber auch uns erfassen, wenn wir nichts dagegen tun werden. Ich möchte noch daran erinnern, dass die Türkei mindestens 1 500 Mal jährlich den griechischen Luftraum verletzt. Stellen Sie sich vor, was in der Ägäis passiert wäre, wenn wir der Türkei darauf mit Abschuss geantwortet hätten“, unterstrich Kotzias.        

    Griechenland gehöre darum zu denjenigen Ländern, die ausdrücklich eine möglichst schnelle politische Lösung der Syrien-Frage anstreben. Die Syrien-Frage hätte gestern schon beigelegt werden müssen, weil schon jetzt Millionen Menschen ohne Essen, Obdach, Bildung und Job seien.

    „Die EU muss den Grad dieser Problematik im großen Kontext der Instabilität Libyen-Syrien-Ukraine begreifen“, sagte der griechische Chefdiplomat.  

    Anschließend sagte er, sein Land trage zur Stabilisierung der Situation in der Region bei: „Wir sind gute Partner für alle, die nach einer Lösung suchen.“

    Am Dienstag war ein russischer Frontbomber vom Typ Su-24 in Syrien abgestürzt. Der russische Präsident Wladimir Putin teilte mit, das Flugzeug sei durch eine Rakete eines türkischen F-16-Kampfjets abgeschossen worden. Die Absturzstelle liege vier Kilometer von der türkischen Grenze entfernt auf dem Territorium Syriens. Die Attacke auf den Jet bezeichnete der Präsident als einen „Stoß in den Rücken durch die Helfershelfer der Terroristen".

    Wie der Generalstab der russischen Streitkräfte erklärte, habe die angegriffene Maschine die türkische Grenze nicht überflogen. Ankara behauptet weiter, das russische Flugzeug sei in den türkischen Luftraum eingedrungen. 

     

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    Terrormiliz Daesh, Abschuss, Su-24, Nikos Kotzias, Wladimir Putin, Europa, Türkei, Griechenland, Russland