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    Sanktionen gegen Türkei: Baubranche zunächst nicht betroffen

    © Sputnik / Alexej Danitschew
    Politik
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    Die Sanktionen, die Russland gegen die Türkei verhängt hat, betreffen unter anderem die Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten wie Obst und Gemüse. Dies teilt der erste Vize-Premier Igor Schuwalow am Montag mit.

    „In Bezug auf industrielle Produktion schlagen wir vor, zunächst keine restriktiven Maßnahmen einzuführen“, sagte Schuwalow bei einer Sitzung mit dem russischen Premier Dmitri Medwedew.

    Dem Vizepremier zufolge betreffen die Sanktionen gegen die Türkei keine Verträge in der Baubranche, die vor dem 31. Dezember 2015 abgeschlossen wurden. Türkische Bürger würden weiterhin auf Baustellen arbeiten können.

    „Laut den neuen Verträgen wird es keine solche unbeschränkte Möglichkeit mehr geben. Es wird notwendig sein, sich zunächst um eine spezielle Genehmigung an die russische Regierung zu wenden“, so Schuwalow weiter.

    Vize-Premier Arkadi Dworkowitsch erklärte seinerseits, dass die Regierung eine Liste von gemeinsamen Investitionsprojekten mit der Türkei ausarbeiten werde. Es handele sich dabei um Flughäfen, Stadien für die Fußball-Weltmeisterschaft sowie großangelegte Industrie-Projekte. 
    Dworkowitsch zufolge werden türkische Bürger weiterhin an solchen Projekten arbeiten können. „Trotz allem werden wir die Liste konkreter Arbeitgeber und Investitionsprojekte innerhalb von zwei Wochen überprüfen“, so der Vizepremier.

    Russlands Premierminister Dmitri Medwedew unterstrich seinerseits, dass die restriktiven Maßnahmen gegen die Türkei im Fall der Notwendigkeit erweitert werden können.

    Am Samstag hatte Russlands Präsident Wladimir Putin einen „Erlass über die Gewährleistung der nationalen Sicherheit und besondere Wirtschaftsmaßnahmen gegen die Türkei“ unterzeichnet.

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    Tags:
    Sanktionen, Dmitri Medwedew, Arkadi Dworkowitsch, Igor Schuwalow, Türkei, Russland