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    Erste Erweiterung seit 2009: Montenegro bald neues NATO-Mitglied?

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    Politik
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    Montenegro kann in eineinhalb Jahren NATO-Mitglied werden, wie eine der Militärallianz nahestehende Quelle am Dienstag gegenüber RIA Novosti mitteilte.

    „Der Verhandlungs- und Ratifizierungsprozess wird zirka eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen“, so der Informant. 

    Wie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Vortag gesagt hatte, treten die Außenminister der Mitgliedsstaaten der Allianz am Dienstag zu einer zweitägigen Sitzung zusammen, um einen entsprechenden Beschluss zu fassen. 

    Vorerst sei es noch verfrüht, davon zu reden. Bei einer positiven Entscheidung wäre das die erste NATO-Erweiterung seit 2009.

    Am 20. November sprach sich die russische Staatsduma (Parlamentsunterhaus) in einer Erklärung gegen den Beitritt Montenegros aus. Die Abgeordneten warnten, dass diese Entscheidung sowohl den traditionell freundlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern schaden, als auch die gemeinsame Entwicklung der europäischen Sicherheitsarchitektur in Frage stellen würde.

    Laut Medienberichten soll Moskau ein Warnschreiben an mehrere NATO-Mitglieder geschickt haben, dass der NATO-Beitritt Montenegros die Beziehungen zwischen Russland und der Allianz belasten könnte.

    Montenegro ist das kleinste Land Ex-Jugoslawiens. Es spaltete sich erst 2006 von Serbien ab. In Montenegro leben etwas mehr als 600.000 Menschen. Von der Einladung bis zum NATO-Beitritt kann es noch dauern. Bei Albanien und Kroatien etwa lag dazwischen ein Jahr.

     

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    Tags:
    Nato-Erweiterung, Staatsduma, NATO, Jens Stoltenberg, Russland, Kroatien, Albanien, Montenegro