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10:47 15 Oktober 2019
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    US- Präsident Barack Obama

    Obama hofft auf Beitritt Russlands zur Anti-IS-Koalition

    © REUTERS / Jonathan Ernst
    Politik
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    US-Präsident Barack Obama hofft auf einen Beitritt Russlands zu der von den USA geführten Koalition gegen den Daesh (Islamischer Staat).

    „Letzen Endes gibt Russland zu, dass die Gefahr (des Daesh – Anm. d. Red.) für sein Volk so akut ist und dass es bereit ist, als Verbündeter derjenigen aufzutreten, die gegen die Terrororganisation kämpfen“, sagte Obama auf einer Pressekonferenz in Frankreich, die vom Weißen Haus übertragen wurde.    

    Laut Obama seien die USA nach wie vor die Meinung, dass Russland nicht nur gegen den Daesh, sondern auch gegen die syrische Opposition kämpfe. Außerdem betonte Obama, er erwarte nicht, dass Russland seine Politik in den kommenden Wochen um 180 Grad ändern werde. 

    Trotzdem rechnet der US-Präsident mit Erfolg der Wiener Syrien-Gespräche. „Wir können bereits vereinzelt die Feuereinstellung in einigen Teilen Syriens sehen“, sagte Obama. 

    Wie er weiter ausführte, würde dies auch „oppositionelle Gruppierungen“ von möglichen Luftschlägen seitens Russlands bewahren. Laut Obama hängen die zwischen Russland und den USA existierenden Differenzen mit der Frage nach einem Rücktritt des syrischen Präsidenten Baschar al Assad zusammen. 

    Die russische Luftwaffe fliegt seit dem 30. September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen die Terrororganisationen IS und al-Nusra, die in den vergangenen Jahren weite Teile Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Russische Jets haben laut Angaben aus Moskau bereits mindestens 2.700 Ziele zerbombt und Hunderte Dschihadisten getötet. Täglich würden mehr als 140 Angriffe gegen die Terroristen geflogen.

    Außerdem feuerten Schiffe der Kaspi-Flotte auf IS-Ziele in den Provinzen Rakka, Idlib und Aleppo Marschflugkörper ab.

    Der syrische Botschafter in Russland, Riad Haddad, bestätigte in Moskau, dass die russischen Angriffe ausschließlich Objekten bewaffneter Gruppierungen gelten. Die Opposition und die Zivilbevölkerung würden nicht in Mitleidenschaft gezogen. „Die syrische Armee verfügt über genaue Koordinaten von IS-Objekten im Land“, sagte der Diplomat.

    Die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte zuvor erklärt, dass Russland vom Westen bislang keine offiziellen Beweise erhalten habe, die den Tod von Zivilisten bei russischen Angriffen in Syrien belegen würden.

     

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