07:03 24 Januar 2020
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    Russische Einschränkungen für die Türkei (60)
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    Groß angelegte russisch-türkische Projekte wie der Bau der Gaspipeline Turkish Stream oder des Atomkraftwerks Akkuyu stehen nicht auf der Sanktionsliste der russischen Regierung. Das teilte Russlands Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew am Dienstag mit.

    „Beschlüsse über das Einfrieren dieser Vorhaben wurden nicht gefasst. Perspektiven dieser Projekte hängen von der Position der zuständigen Unternehmen ab“, sagte er. Turkish Stream wird von Russlands größtem Gaskonzern Gazprom realisiert. Das AKW Akkuyu an der Mittelmeerküste der Türkei wird vom staatlichen russischen Konzern Rosatom gebaut.

    Zuvor hatte die Agentur Reuters unter Berufung auf Quellen bei Gazprom gemeldet, dass Russland den Bau von Turkish Stream aussetzen könnte, nachdem die Türkei am 24. November einen russischen Kampfjet über Syrien abgeschossen hatte.

    Uljukajew zufolge bedeutet die Veröffentlichung der Sanktionsliste der russischen Regierung ganz und gar nicht, dass die beiden Projekte eingestellt werden. „Aber die Tätigkeit der russisch-türkischen Regierungskommission, die von den Energieministern beider Länder geleitet wird, ist eingestellt. Die Kommission hatte sich unter anderem auch mit gemeinsamen Energieprojekten auseinandergesetzt“, sagte der Minister.

    Vertreter von Gazprom wollten zur Zukunft des Gasprojekts keine Stellung nehmen. „Wir werden nichts kommentieren“, sagte Konzernsprecher Sergej Kuprijanow am Dienstag in Moskau.

    Am Dienstag hatte das russische Kabinett die Liste von Lebensmitteln und Agrarprodukten veröffentlicht, deren Einfuhr aus der Türkei zum 1. Januar 2016 verboten wird. Betroffen sind unter anderem Geflügelfleisch, Obst, Gemüse, Blumen und Speisesalz.

     

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    Wirtschaftssanktionen, Türkei, Russland