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    Russlands Präsident Wladimir Putin mit seiner Jahresbotschaft an das nationale Parlament

    Foreign Policy kürt Putin zum globalen Denker

    © Sputnik / Sergei Guneev
    Politik
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    Das amerikanische Politikmagazin “Foreign Policy” hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin in seiner Liste der „100 führenden globalen Denker“ in die Kategorie "Entscheidungsträger 2015” wegen des Einsatzes in Syrien aufgenommen.

    Dabei wurde die Entscheidung der Redaktion mit dem kritischen Untertitel begleitet: Russlands Präsident wurde auf die Liste wegen seiner „Rolle als Friedensstifter, der Bomben abwirft“ gesetzt.

    Am 30. September begann Russland auf Bitte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad präzise Schläge gegen Objekte von Daesh („Islamischer Staat“) und „Dschabhat an-Nusra“ in Syrien zu versetzen. In dieser Zeit wurden von der russischen Luftwaffe und den Schiffen der Kaspischen Flottille etwa Hundert Kämpfer und mehr als 3000 Objekte der Terroristen vernichtet.

    Als Ergebnis des russischen Einsatzes in Syrien nennt die Zeitschrift die Stärkung der Position des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und die Festsetzung der Rolle Russlands als „kritisch wichtig für einen beliebigen Friedensprozess“. Dabei wird hervorgehoben, dass Putin auf diesem Gebiet „Amerika ausgespielt hat".

    “Foreign Policy“ erinnert daran, dass Russland von Angriffen gegen Daesh spricht, während die USA von russischen Schlägen gegen die syrische Opposition sprechen. Human Rights Watch berichtet von „dokumentarisch bestätigten Opfern unter der friedlichen Bevölkerung". “Foreign Policy” erwähnt jedoch nicht die Wiener Gespräche über die Beilegung des Syrien-Kriegs, die nach dem russischen Einsatz in diesem Land begonnen haben.

    Das russische Verteidigungsministerium hatte zu Beginn der Operation deutlich gemacht, dass keine Angriffe gegen Objekte der zivilen Infrastruktur in Syrien geflogen werden. Dem russischen Militär zufolge wurden die Daesh-Stellungen in Syrien nur nach Luftaufklärung und Präzisierung der Daten, die vom Stab der syrischen Armee erhalten wurden, angegriffen.

    Außer Putin sind in der Kategorie „Entscheidungsträger“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (für „unbegabte Politik gegenüber Flüchtlingen“), der iranische Atom-Unterhändler Ali Akbar Salehi und US-Energieminister Ernest Moniz (für „Kampf der Wissenschaft gegen Wissenschaft“) zu finden.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Terrorgruppierung Jabhat an-Nusra, Wladimir Putin, Syrien