Widgets Magazine
02:33 19 September 2019
SNA Radio
    Der türkische Präsident Tayyip Erdogan

    Duma-Politiker: Putin deutet „besonders ernsthafte Folgen“ für Ankara an

    © AP Photo / Vadim Ghirda
    Politik
    Zum Kurzlink
    Russische Einschränkungen für die Türkei (60)
    51 0 0
    Abonnieren

    Der Kreml-Chef Wladimir Putin hat deutlich gemacht, dass jedes Land, das einen feindlichen Schritt gegen Russland unternimmt, mit ernsthaften Folgen rechnen muss. Für die Türkei werden sie besonders ernst sein, wie der Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Alexej Puschkow, mitteilte.

    „Es werden aller Wahrscheinlichkeit nach neue restriktive Maßnahmen (gegen die Türkei – d. Red.) eingeführt, es wird offensichtlich eine ganze Reihe von bereits erreichten Vereinbarungen revidiert“, sagte Puschkow.

    Dem Außenpolitiker zufolge sei die Türkei von einem Land mit günstigem touristischen, politischen, sowie Wirtschafts- und Investitionsklima „ganz oben in die Feindseligkeitsskala gegenüber Russland geraten“.

    „War dieser einzige Schuss die 10 Milliarden Dollar wirklich wert, die die Türkei nun einbüßt? Darüber sollte sich man in Ankara und in anderen Ländern einmal Gedanken machen“, so Puschkow weiter.

    Aus Sicht des Politikers habe sich die Regierung in Ankara vom Reiz des russischen Syrien-Einsatz, der die Pläne der türkischen Regierung durcheinander geworfen habe, leiten lassen.

    „Das war ein äußerst durchdachter Schritt und Putin gab zu verstehen, dass sie einen sehr hohen Preis dafür zahlen werden müssen. Wie hoch dieser Preis sein wird, werden wir in den kommenden Monaten sehen“, schloss Puschkow.

    Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin bei seiner Ansprache zur Lage der Nation deutlich gemacht, dass Russland nicht „mit den Säbeln rasseln“ werde, die Regierung der Türkei jedoch nicht allein „mit Tomaten“ und restriktiven Maßnahmen gegenüber Baufirmen für den Mord der russischen Piloten davonkommen werde.

    Die Beziehungen zwischen Russland und Türkei haben sich drastisch verschlechtert, als am 24. November ein russischer Frontbomber vom Typ Su-24 von einem türkischen F-16-Kampfjet mit einer Luft-Luft-Rakete über syrischem Gebiet abgeschossen wurde. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte damals eine Anweisung „zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit und zu ökonomischen Maßnahmen“ gegenüber der Türkei unterzeichnet. Anfang Dezember unterschrieb schließlich auch der russische Premierminister Dmitri Medwedew ein Dekret, mit dem Moskau Sanktionen gegen eine Reihe von türkischen Waren einführt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Russische Einschränkungen für die Türkei (60)

    Zum Thema:

    Mehr als nur Öl: Erdogans Kooperation mit IS intensiver als vermutet
    Erdogan droht Russland mit Gegenmaßnahmen
    Moskau: Erdogan und seine Familie in illegale Ölgeschäfte mit IS verwickelt
    "Ölrücktritt": Erdogan zu Abgang bereit
    Tags:
    Abschuss, Sanktionen, Su-24, Alexej Puschkow, Wladimir Putin, Türkei, Russland