09:33 14 November 2019
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    Libyen als „Reservefront“: IS baut seinen Einfluss in der Welt aus – Medien

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    Solange der „Islamische Staat“ seinen Einfluss international erweitert und seine Positionen in Libyen stärkt, ist es verfrüht, von einer Abschwächung der Gruppierung zu sprechen, schreibt „The Guardian“.

    In den letzten Monaten hätten die Kämpfer zwar militärische Niederlagen im Irak und in Syrien hinnehmen müssen, allerdings sei ihnen eine Reihe von großangelegten Terroranschlägen gelungen, so das Blatt. Eine derartige Erweiterung des IS werfe Fragen auf, inwieweit die Bombenschläge auf die von der Gruppierung kontrollierten Gebieten effizient seien.

    Manche westlichen Beamten äußern die Meinung, dass der IS Libyen als eine Art „Reservefront“ zu nutzen plane. Laut einem Uno-Bericht haben rund 3.500 Libyer das Land verlassen, um sich dem „Islamischen Staat“ anzuschließen. Später sollen 800 von ihnen zurückgekehrt sein, um die lokale IS-Zelle vor Ort zu fördern.

    Trotz westlichen Militäreinsätzen sehe sich die Terrorgruppe derzeit mit weniger Druck konfrontiert als zuvor, so „The Guardian“ weiter. Die Zusammenstöße zwischen den irakischen Militärs und den IS-Kämpfern seien etwa wegen der Krise in Bagdad äußerst rar geworden, während die Übernahme des irakischen Sindschar durch die kurdischen Milizen im letzten Monat kein bedeutender Sieg sei, da die Islamisten schon vor mehreren Monaten 70 Prozent der Stadtgebiete verloren hätten.

    Der jüngste Absturz des russischen Passagierflugzeuges in Ägypten, die Anschläge in Paris und die Stärkung der IS-Positionen in Syrien zeugen wohl davon, so der Autor, dass der IS auf die Entwicklung eines internationalen Netzwerkes setzt, um zum Erfolg in Syrien und im Irak zu kommen.

    Zuvor wurde berichtet, dass das italienische Außenministerium vorhabe, ein internationales Treffen zum Anti-IS-Kampf in Libyen abzuhalten.

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