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10:05 22 September 2019
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    An der Grenze zwischen der Ukraine und der Krim (Archivfoto)

    Türkische Rechtsextreme nehmen an Krim-Blockade teil

    © Sputnik / Max Vetrov
    Politik
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    Vertreter der türkischen rechtsextremen Organisation „Graue Wölfe“ nehmen an der Handels- und Energieblockade der Krim seitens der Ukraine teil. Darauf weisen Fotos hin, die auf der Facebook-Seite des Organisators der Blockade, Lenur Isljamow, veröffentlicht sind.

    Auf dem Foto ist Isljamow zusammen mit jungen Männern zu sehen, zwei von denen den „Wolfsgruß“ zeigen – die Grußform der „Grauen Wölfe“, die einen Wolf darstellt.

    „Türkische Patrioten von der Organisation Bozkurtkar Turk ulkuculeri, bekannt auch als ‚Graue Wölfe‘ besuchten uns in der Blockade. Der Blockadering wird enger“, kommentierte Isljamow das Foto.

    „Graue Wölfe“ sind eine türkische Jugendorganisation der rechtsextremen Nationalisten, die Ende der 1960-er Jahre auf Initiative des Obersts Alparslan Türkeş unter Schirmherrschaft der Partei der Nationalistischen Bewegung geschaffen wurde.

    Experten zufolge folgen „Graue Wölfe“ der Ideologie von Panturkismus und Neofaschismus. Aktivisten der Organisation sind mit ihrer Teilnahme an mehreren politischen Gewaltakten in den 1970-er Jahren bekannt. Für besonderes Aufsehen sorgte der Anschlag auf den Papst Johannes Paul II.

    Experten verbinden die „Grauen Wölfe“ mit dem Mord an 14 linksgesinnten Studenten in Istanbul und Ankara im März und Oktober 1978, großen Zusammenstößen der Rechten und Linken in der Stadt  Kahramanmaraş vom 19. bis 26. Dezember 1978 (mehr als 100 Tote) sowie dem Mord an Redakteur der linksliberalen Zeitung „Milliyet“, Abdi İpekçi, am 1. Februar 1979.

     

     

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