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    Russlands NATO-Botschafter Alexander Gruschko

    Russischer Botschafter nennt Nato-Vorschlag zur Vertrauensbildung merkwürdig

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    Vor dem Hintergrund ihrer militärischen Vorbereitungen hat die Nato Moskau vorgeschlagen, das gegenseitige Vertrauen zu fördern. Der russische Botschafter bei der Allianz, Alexander Gruschko, bezeichnet den Vorstoß als merkwürdig.

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte angekündigt, beim OSZE-Forum für Sicherheitskooperation neue vertrauensbildende Maßnahmen vorzuschlagen. Diese Anregung stehe wohl im Widerspruch zur aktuellen Konfrontationspolitik der Nato, kommentierte Gruschko am Dienstag.

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    „Diese Initiative mutet merkwürdig an, insbesondere vor dem Hintergrund der militärischen Vorbereitungen der Allianz an der östlichen Flanke“, sagte der Diplomat. Die Verstärkung des militärischen Aufgebots an der russischen Grenze und die offiziell verkündete Eindämmungspolitik der Nato gegen Russland seien alles andere als vertrauensfördernd.

    In der Ukraine-Krise hat die Nato 2014 neue Militärstützpunkte gebaut und seine Truppen in Osteuropa verstärkt. Im Mai berichtete Generalsekretär Jens Stoltenberg beim Treffen mit US-Präsident Barack Obama, die Nato seit jetzt stark wie noch nie seit dem Kalten Krieg.  Im Herbst hielt die Nato mit „Trident Juncture" die größte Militärübung seit dem Kalten Krieg ab — nach eigenen Angaben um Russland zu warnen. Russland spricht von einer „beispiellosen Erhöhung der Aktivitäten der Nato vor seinen Grenzen“.

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    Alexander Gruschko, Russland