22:48 19 Januar 2020
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    Was die Aussichten auf die Begleichung der ukrainischen Schulden gegenüber Russland angeht, ist der russische Premier Dmitri Medwedew pessimistisch.

    „Man sagt, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Doch wenn Sie meine Meinung wissen wollen, so habe ich das Gefühl, dass sie nichts zurückgeben werden, weil sie Gauner sind. Sie weigern sich, das Geld zurückzuerstatten, und unsere westlichen Partner stören uns auch noch, statt zu helfen“, sagte Medwedew in einem Fernsehinterview.

    Moskau hatte 2013 ukrainische Eurobonds für drei Milliarden US-Dollar gekauft und die Ukraine dadurch damals vor der Staatspleite bewahrt. Die Papiere sind Ende 2015 fällig. Das ukrainische Kabinett hatte von Russland mehrmals eine Umschuldung gefordert. Russland beharrt aber auf der Rückzahlung der gesamten Schulden.

    Am Vorabend hatte der IWF-Direktorenrat eine Reform gebilligt, die es ermöglicht, Staaten bei Zahlungsunfähigkeit Kredite zu gewähren.

    Obwohl die offizielle Position des IWF lautet, die Idee zur Durchführung dieser Reform habe es seit Jahren gegeben, verbinden viele Experten dieses Dokument mit der der Ukraine drohenden Staatspleite und ihren Schulden in Höhe von drei Milliarden US-Dollar gegenüber Russland.

    Der russische Premier äußerte zudem, dass, wenn zwei Regierungen sich miteinander verständigen, es sich ganz klar um eine Staatsanleihe handelt. Es sei seltsam, dass internationale Finanzinstitute nun davon sprechen, dass es dabei angeblich um eine nicht ganz echte Staatsanleihe geht.

    „Das ist eindeutig eine unverschämte und zynische Lüge“, betonte Medwedew.

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    Tags:
    Schulden, IWF, Dmitri Medwedew, Russland, Ukraine