10:33 24 November 2017
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    Anti-NATO-Graffiti in Montenegro

    Oppositionspolitiker: Westen erpresst Montenegro zum Nato-Beitritt

    © Foto: Vasily Raksha
    Politik
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    Die Erklärung des Premiers von Montenegro Milo Ðukanović, dass die Entscheidung über den Nato-Beitritt keiner Volksabstimmung bedürfe und vom Parlament getroffen werde, bestätigt laut dem der Chef der oppositionellen Partei „Neue serbische Demokratie“, Andrija Mandić, Ðukanovićs politische Verantwortungslosigkeit.

    Die 28 Nato-Mitglieder haben Montenegro ein klares Signal gesendet: Sie wollen, dass der nördliche Teil des Mittelmeers mit 200 Kilometer Küste der Nato beitrete. Und dabei sollen die lokalen Agenten der Allianz helfen, sagte Mandić.

    Mandic zufolge haben die westlichen Länder kompromittierendes Material über montenegrinische Funktionäre, die sie für ihre eigenen Zwecke erpressen.

    Die Frage solle zum Referendum gestellt werden, sagte der stellvertretende  Vorsitzende der Partei „Movement for Changes“, die sich für den Nato-Beitritt einsetzt, Koča Pavlović zu Sputnik.

    Die Volksabstimmung, ungeachtet ihres Ergebnisses, werde dem Premier Ðukanović schaden, äußerte der russische Journalist des Internet-Portals „Vzglyad“ Jewgeni Krutikow gegenüber Sputnik. Sie würde zu einer legitimen Grundlage für die Schaffung einer einheitlichen anti-Nato Opposition werden, was Ðukanović und seiner Umgebung große Probleme bereiten würde.

    Die Ablehnung einer Volksabstimmung könnte natürlich die Lage zuspitzen, besonders wenn das Regime von Ðukanović die Menschen, die auf die Straßen gingen und ihre Meinung äußerten, weiter so grausam behandele, sagte Krutikow.

    Vor einigen Tagen gab es in Montenegro Kundgebungen mit tausenden Demonstranten im Zusammenhang mit dem Nato-Beitritt. Laut den  meisten Umfragen ist der Großteil der Bevölkerung in Montenegro gegen den Beitritt.

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    Tags:
    Opposition, Referendum, NATO-Beitritt, NATO, Milo Ðukanović, Andrija Mandić, Montenegro
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