12:43 07 Dezember 2019
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    Außenamt: Nato-Position zu Su-24-Abschuss von kurzsichtiger Politik geleitet

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    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (204)
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    Die Nato hat ihre Position zum Abschuss des russischen Su-24-Bombers durch die Türkei im syrischen Luftraum von Anfang an nach dem Schema der berüchtigten politischen Zweckmäßigkeit und Bündnissolidarität aufgebaut, sagte der russische Vizeaußenminister Alexej Meschkow gegenüber RIA Novosti.

    Ihm zufolge haben diese Kriterien erneut die Oberhand über Objektivität und gesunden Menschenverstand erlangt.

    „Moskau hofft darauf, dass die Nato-Führung die Risiken einer solchen kurzsichtigen und rein konjunkturbedingten Politik und ihre Folgen voll und ganz begreift. Diese Politik stellt die Allianz der gesamten Völkergemeinschaft und den gemeinsamen Anstrengungen zur Bekämpfung der realen Bedrohungen und Herausforderungen der jetzigen Zeit entgegen“, betonte Meschkow.

    Die Beziehungen zwischen Moskau und Ankara spitzten sich zu, nachdem am 24. November ein russischer Su-24-Bomber von einem türkischen F-16-Kampfjet in Syrien abgeschossen worden war. 

    Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete diese Aktion als Schlag in den Rücken durch Helfershelfer der Terroristen. Er unterzeichnete in diesem Zusammenhang einen Erlass über Maßnahmen zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit und Sonderwirtschaftsmaßnahmen gegen die Türkei.

    Seinerseits nahm Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg die Position von Ankara in Schutz, das behauptet, dass der Bomber den türkischen Luftraum verletzt hätte. 

    Laut Stoltenberg haben alle Länder „das Recht, ihre territoriale Integrität zu verteidigen, darunter den Luftraum“. Übrigens sei es zurzeit wichtig, merkte er an, die Situation zu normalisieren und Mechanismen zur Verhinderung solcher Vorfälle in Zukunft auszuarbeiten.

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    Position, F-16, Su-24, NATO, Alexej Meschkow, Wladimir Putin, Jens Stoltenberg, Türkei, Russland