10:41 27 März 2017
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    Ukrainischer Premier Arsenij Jazenjuk

    Kiew will Milliardenschulden gegenüber Russland vor Gericht bestreiten

    © Sputnik/ Stringer
    Politik
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    Ukrainische Finanz- und Schuldenkrise (85)
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    Die Ukraine ist laut Premier Arseni Jazenjuk zu einem „Gerichtsprozess mit der russischen Seite“ wegen der Forderung aus Moskau zur Rückzahlung der am 20. Dezember fälligen Schuld von drei Milliarden Dollar bereit. Vor Jezenjuks Äußerung hatte die Regierung in Kiew ein Moratorium gegen die Begleichung der Schulden beschlossen.

    „Ab heute werden die Zahlungen zu den Schulden über insgesamt 3,582 Milliarden Dollar zugunsten der russischen Seite bis zu dem Augenblick oder bis zur Akzeptierung unserer Vorschläge zur Umschuldung oder bis zur entsprechenden gerichtlichen Entscheidung eingestellt. Ich betone ein weiteres Mal, dass wir zu einem Gerichtsprozess mit der russischen Seite bereit sind“, sagte Jazenjuk am Freitag in der Kabinettssitzung.

    Das Moratorium gilt für die Schuldentilgung zu Eurobonds für 3,075 Milliarden Dollar sowie zu den Schulden der Unternehmen „Yushnoye“ und „Ukravtodor“  gegenüber russischen Banken. Der Rückzahlungstermin für die ukrainischen Eurobonds für drei Milliarden Dollar ist der 20. Dezember. Russland zeigte früher seine Bereitschaft zu einer Umschuldung unter der Bedingung, dass Kiew in den Jahren 2016-2018 jeweils eine Milliarde Dollar zurückzahlt, wenn die USA oder die EU oder ein internationales Finanzinstitut Garantien dafür übernehmen würde. Diese lehnten es jedoch ab, als Garanten aufzutreten. Danach beauftragte Russlands Präsident Wladimir Putin das Ministerkabinett, die Ukraine zu verklagen, sollte sie die Schulden nicht begleichen.

    Mehr zum Thema: Medwedew: Ukrainische Behörden werden Schulden nicht bezahlen, weil sie Gauner sind

    Der IWF bekräftigte am Mittwoch offiziell, dass es sich um souveräne Schulden der Ukraine gegenüber Russland handele, weshalb  nach den bestehenden Regeln eine Umschuldung nicht zu denselben Bedingungen wie bei  Schulden gegenüber privaten Gläubigern erfolgen könne.  Kiew erklärte, es akzeptiere die Position des IWF, könne die Schulden aber trotzdem nicht zurückzahlen, ohne gegen die ursprünglichen Kreditbedingungen zu verstoßen. Zugleich bekräftigt das ukrainische Finanzministerium, dass es zu Umschuldungsverhandlungen mit Russland bereit sei.

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    Ukrainische Finanz- und Schuldenkrise (85)

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    Tags:
    Schulden, IWF, EU, Arsseni Jazenjuk, USA, Ukraine
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      Thomas
      Ja immer los, damit ein Gericht bons verbietet?
      Demnächst verbieten dann Gerichte den Euro oder den Dollar.
      Bonds sind geltwerte Schuldverschreibungen wie es ein Geldschein auch ist. Da steht drauf, das mir jemand etwas für einen Wert schuldet.
      Was ist das blos für ein tauber Vogel.



      Jaz der Mann vom US- Außenminiterium und Miss "Fuck the EU".
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      Eva
      Es wird schwierig werden, die Schulden zu bestreiten, da der IWF die Existenz der bestehenden Schulden indirekt bestätigt,ja sogar seine Satzung ändert um zu helfen!
      Deutlich erkennbar ist jedenfalls der Versuch der Ukr., Zeit zu gewinnen - das ist bei faulen Zahlern üblich!
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      Antwort anThomas(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Thomas,
      haben Sie von den Verbrechern etwas anderes erwartet? Ich nicht!!!!
    • zimbo Antwort anThomas(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Fr. Nudelman har recht, wenn auch aus anderen Gründen.
    • Löwenstolz
      Das einzig Gute an diesem Auftritt
      von Janzenjuk ist, dass auch andere,
      zukünftige "Gläubiger" dieses korrupten
      Bastards sehen, wie es um ihre Forderungen
      bestellt sein wird, wenn man so blöde ist
      und diesen kranken Wichsern auch noch
      Geld leiht!!!
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      Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Germane,

      Wenn der IWF "souveräne Schulden" (interessanter Neubegriff) an der Russischen Föderation NICHT anerkennt... dann läuft der IWF Gefahr, dass man ihm die Rolle als "souveräner Gläubiger" ebenso aberkennt...
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      billyvor
      Geschmackloser Weihnachtsbaum übrigens, neben den sich Jaz die Ratte da positioniert hat; und auch noch künstlich. So gesehen: Passt.
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      Aus den "blue-prints": Der nicht mehr ganz so geheime Globalisierungsplan der USA
      (Auszug aus Non Profit News Redaktion, 4. Februar 2015)

      EMPFEHLUNG AN DIE KRITIKER:
      1. Wir haben uns die Worte von Thomas Barnett nicht ausgedacht, sondern nur übersetzt.

      2. Bevor sie Kritik ausüben, lesen sie seine Bücher selbst:

      THE PENTAGON’S NEW MAP (Englisch) Taschenbuch – 3. Mai 2005 von Thomas P.M. Barnett

      BLUEPRINT FOR ACTION: A FUTURE WORTH CREATING (Englisch) Taschenbuch – 3. Oktober 2006, von Thomas P.M. Barnett

      GREAT POWERS: AMERICA AND THE WORLD AFTER BUSH (Englisch) Taschenbuch – 2. Februar 2010, von Thomas P.M. Barnett

      THOMAS P. M. BARNETT (* 1962 in Chilton, Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Forscher auf dem Gebiet der Militärstrategie. Im Jahre 2000 wurde er von der Firma Cantor Fitzgerald beauftragt, ein Forschungsprojekt über globale Militärstrategien zu leiten. Er vertritt zerstörerische Positionen und will die Globalisierung mittels Rassenvermischung sowie kultureller und religiöser Gleichschaltung herbeiführen.

      (Nur mal so, weil´s hier passt)
      AMERIKANISCHE STAATSSCHULDEN

      „Amerika hat sich darauf spezialisiert, seine Staatsschulden zu exportieren und fast alles andere zu importieren. Wie schaffen wir es, derart über unsere Verhältnisse zu leben und riesige Defizite einzufahren? Wir bringen eben die Welt dazu, unsere Schuldscheine zu kaufen, weil sie Uncle Sam vertraut und der Dollar verhältnismäßig billig ist. Das Geschäft mit unseren Schuldscheinen (treasury bills) ist umwerfend einfach. Wisst ihr, was es kostet, diese kleinen Papierfetzen zu drucken? Fast nichts ! Und wisst ihr, was wir als Gegenleistung bekommen? Video Recorder, Autos, Computer, usw.! Hört auf über unsere "Schulden" und Defizite zu jammern, denn sollte die Welt jemals drauf kommen, welch großartiges Luftgeschäft wir betreiben, könnten wir in arge Schwierigkeiten kommen.“

      “Ein gefährliches Anzeichen für das Versagen unserer Strategie wäre die sinkende Bereitschaft der Welt, amerikanische Schuldscheine zu kaufen. Aber, das Ausland kauft! Weil Geld die Welt regiert, ist eine solche Entwicklung der ausschlaggebende Gradmesser für unseren Erfolg im Krieg gegen den Terrorismus. Vor zehn Jahren befand sich etwa ein Fünftel der amerikanischen Schuldscheine in ausländischem Besitz, heute dürften es zwei Fünftel sein. Dies ist ein Beweis für das unerschütterliche Vertrauen, das die Welt bisher in die US-Regierung setzte.

      Es ist nicht nur das Vertrauen in eine wirtschaftlich sichere Investition, sondern in jenen Staat, der das Bestehen und die Sicherheit der Globalisierung garantiert. Als die USA Schuldscheine verkaufen mussten, um die Invasion des Irak finanzieren zu können, kauften Ausländer vier Fünftel von ihnen um einen Betrag von 100 Milliarden Dollar!

      (Dass der IWF ein dienstbares Instrument dieses STRATEGISCHEN PLANS ist, liegt klar und für jeden ersichtlich auf der Hand.)
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      andrzej.mallek
      Russland wird den Schulden Staatgeben und die Krim für sich Behalten.
    • Antwort ansimonweber1(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      simonweber1, den USA wird schon was einfallen.
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      andrzej.mallekAntwort ansimonweber1(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      simonweber1simonweber1, den USA geht langsam die Luft aus.
    • Antwort anandrzej.mallek(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      andrzej.mallek, der Krim gehört Rußland schon lange sowieso. Dafür brauchen wir, Russen, nicht extra zu bezahlen.
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      werner 945 Antwort anLöwenstolz (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Löwenstolz, IM Ferkel (wir)wird auch weiter Geld "schenken".
      Unter "Freunden" ist alles normal!
    • Antwort anwerner 945 (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      werner945, das ist richtig. Zumal die Genannte das nötige Schmiergeld nicht aus dem eigenen Portefeuille nimmt, sondern ihre Untertanen blechen lässt. Mittelschicht (soweit noch vorhanden) und Unterschicht dürfen gerne noch ein bisserl an das Niveau der Ukraine herangebracht werden. FROHE WEIHNACHTEN!
    • AmbuyaAntwort anandrzej.mallek(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      andrzej.mallek, das wäre nicht besonders geschickt. Damit würde Russland indirekt zugeben, dass die Krim bisher noch nicht wieder russisches Territorium war. Das ist sie seit dem Referendum aber sehr wohl.

      Meiner Meinung nach wäre der Donbass die bessere Idee, kostet natürlich erst einmal wieder Geld, dort alles zu renovieren, aber dann wär's erledigt. DAS allerdings wird die Ukraine (samt der NATO) niemals zulassen, da bin ich mir sicher.
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      simonweber1Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      kitzlerattrappe, könnte passieren.
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      simonweber1Antwort anandrzej.mallek(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      andrzej.mallek, wollen wir hoffen, dass sie bald im luftleeren Raum stehen, damit die Welt aufatmen kann.
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      Thomas
      Bestreiten darf der, wegen den Recht auf Gehör.
      Wo? Bei welchem Gericht?
      Bei dem Streitwert bezahlt der Staat Gericht und Anwälte.
      Mit seinen Advokaten das Honorar geteilt, macht das bei Ihm 3 Jahresgehälter?

      Weihnachtsgeld.
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      Reini
      Was hat der denn bloß immer für Souffleusen, um so was los zu lassen. Das kann doch selbst auf seinem Mist nicht gewachsen sein. Mir kommt das alles langsam wie die nackte Verzweiflung vor.
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      ale_xandria
      Zuerst einmal Forderungen stellen: Einstellung der Zahlungen bis zum Akzeptieren unserer Vorschläge.
      Wie großzügig: Ukraine ist zu Umschuldungsverhandlungen mit Russland bereit!

      Laut Vertrag hätte Russland das Geld schon viel früher zurückverlangen können, da die Staatsverschuldung über 60% ukrainischen BIPs gestiegen war.
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