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    Medien: US-Bomben auf IS-Ölobjekte erst nach Blamage durch Russland

    © Foto : US Air Force / Kevin J. Gruenwald
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    Die US-Behörden haben die Augen vor dem Ölschmuggel des "Islamischen Staates" verschlossen. Das erlaubte der Terrorgruppe, Millionen Dollar zu verdienen und ihren Einfluss weltweit zu stärken, schreibt der Journalist der „Washington Times“ Todd Wood.

    Laut ihm haben die USA erst mit den Bombenangriffen auf die Ölinfrastruktur begonnen, nachdem sie von Russland bloßgestellt worden waren.

    „In meinen Artikeln habe ich wiederholt gewarnt, dass man den Worten der Behörden nicht glauben darf, wenn es um den Schutz Amerikas und den Antiterrorkampf geht. Man muss die Folgen ihrer Politik und Handlungen im Auge behalten“, schreibt Todd Wood.

    Russlands Außenministerium warf den USA vor, bei den Öllieferungen aus den unter IS-Kontrolle stehenden Gebieten beide Augen zuzudrücken: „Wenn die amerikanischen Beamten erklären, dass sie nicht sehen, wie die Terroristen Öl in die Türkei schmuggeln,  ist das keine List mehr, sondern es „riecht“ schon nach direkter Protektion“, so ein Kommentar des Außenamtes auf Facebook.

    Zuvor, so erinnert der Autor, hatte der Sonderbeauftragte des US-Außenministeriums für Energiefragen, Amos Hochstein, die Ölmengen, die vom IS geschmuggelt werden, als unbedeutend bezeichnet. Laut eigenen Worten wisse Wood zwar sehr gut, wie „die russische Propaganda die Nachrichten zum eigenen Vorteil manipulieren kann“, trotzdem widerlege die Erklärung des US-Beamten den eigentlichen Fakt des Ölschmuggels nicht, sondern sehe eher nach einer Rechtfertigung aus. 

    „Allerdings ist die Weigerung der USA, den Ölschmuggel in der Türkei zu erkennen, gar nichts im Vergleich dazu, dass sie es den Islamisten erlaubt haben, durch Förderung und Verkauf von Energieträgern innerhalb der letzten 14 Monaten Millionen Dollar zu verdienen“, unterstreicht der Journalist.

    Das Weiße Haus behauptet zwar, dass die Ölinfrastruktur des IS bis vor kurzem nicht angegriffen worden sei, weil man keinen unvorhersagbaren Schaden anrichten wollte. Doch der wahre Grund dafür, dass die US-Streitkräfte am Ende doch die IS-Tanklaster bombardierten, sei die peinliche Situation gewesen, in die sie Russland gebracht habe, glaubt Todd.

    Auf diese Weise, so folgert der Beobachter, habe die US-Regierung zunächst mehr dazu beigetragen, dass sich der IS aufgebaut, verstärkt und in der ganzen Welt verbreitet habe. Weil die amerikanische Luftwaffe die Ölobjekte der Islamisten verschont habe, sei deren „Geldpresse“ eine sichere, flugfreie Zone worden.

    „Das Europaparlament hat neulich einen Bericht darüber veröffentlicht, dass der IS in Europa technische Daten für den Bau und Einsatz von Massenvernichtungswaffen erworben habe. Eine derartige Attacke würde für den Westen und unseren Lebensstandard verheerende Folgen haben. Damit ist uns erst recht ein unvorhersagbares Unheil sicher“, schließt Todd Wood.

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    Tags:
    Öl, Terrormiliz Daesh, Türkei, USA