01:36 15 Dezember 2017
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    US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump

    Trump möchte der Putin für die USA werden

    © REUTERS/ Rick Wilking
    Politik
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    In seiner Wahlkampagne nimmt sich Donald Trump an dem russischen Staatsoberhaupt Wladimir Putin ein Beispiel, indem er sich als seinen Erben inszeniert. Allem Anschein nach gelingt es Trump auf diese Weise, Zuspruch bei den Wählern zu bekommen, schreibt die britische Zeitung „The Financial Times“.

    Laut einer vom Meinungsforschungsinstitut Gallup Poll durchgeführten Umfrage aus dem vergangenen Jahr belegte Putin den 10. Platz auf der Liste der Menschen, die die Amerikaner bewundern. So wurde Russlands Präsident zu Beginn der Ukraine-Krise und nach der Aufnahme der Krim in die Russische Föderation eingeschätzt. Die Amerikaner betrachten ihn als „erfolgreichen Präsidenten“, seine Politik sei „eher Judo, als Schach“.

    Die Strategien der Politik der beiden seien einander wirklich ähnlich: Sowohl Putin, als auch Trump setzten auf die Gefahr von außen. Es sind die USA, die in Russlands Einflussbereich eindringen, und illegale Migranten und die Islamisierung des Westens.  „The Financial Times“ bezeichnet Putin und Trump als „schwierige Gegner“, weil die beiden Politiker unberechenbar und zu paradoxen Schritten geneigt seien.

    „Trump hat offenbar nichts gegen Vergleiche mit Putin, weil diese dem größten Teil seiner Wähler recht sind. Trump sagte sogar kürzlich, er könne – anders als Präsident Obama – mit dem russischen Präsidenten klarkommen“, heißt es in dem Bericht.

    Bei seiner traditionellen Jahrespressekonferenz am Donnerstag in Moskau hat sich der russische Staatschef positiv über Donald Trump geäußert und seinen Vorschlag für ein neues Niveau der Beziehungen zwischen den USA und Russland gelobt.
    „Er ist ein sehr auffallender Mensch, zweifellos talentiert. Es ist nicht unsere Angelegenheit, seine Verdienste zu definieren, aber er ist der absolute Spitzenreiter im Präsidentschaftswahlkampf“, so Putin.

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    Tags:
    Donald Trump, USA