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    Tausenden syrischen Kindern droht die Heimatlosigkeit, wie UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres bei der Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur humanitären Situation in Syrien sagte.

    Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind im vergangenen Jahr knapp eine Million Flüchtlinge nach Europa gezogen. Rund die Hälfte von ihnen seien Syrer. Neun von zehn Syrern leben in Jordanien und im Libanon unter der Armutsgrenze, hieß es in der jüngsten Studie der UN und der Weltbank.

    Flüchtlinge haben Guterres zufolge keine Möglichkeit, legal zu arbeiten und seien deswegen von humanitärer Hilfe abhängig. Die Menschen seien gezwungen, Kredite aufzunehmen, um ihre Familien zu ernähren. Nur die Hälfte der Kinder gehe zur Schule, viele seien gezwungen zu arbeiten, Mädchen würden früh verheiratet. 

    Immer mehr Flüchtlinge führten aus Sicherheitsgründen keine Papiere mit sich, was ihre Lage noch schwieriger gestalte, so der Flüchtlingskommissar. Aus diesem Grund können ihm zufolge tausende syrische Kinder, die um Asyl ersuchen, heimatlos zu bleiben. 

    Wie die UNO-Kommissarin für Menschenrechte, Kyung-wha Kang, bei der Sitzung mitteilte, drängt der Konflikt in Syrien mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Landes zur Flucht. 6,5 Millionen Menschen flüchteten innerhalb des Landes, weitere 4,3 Millionen seien aus dem Land geflohen, hieß es. 

     

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    Tags:
    Migranten, heimatlos, Kinder, Konflikt, Syrien, UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, Antonio Guterres, Syrien