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    Krim: Mit EU-Visafreiheit lässt sich die Rückkehr in die Ukraine nicht erkaufen

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    Politik
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    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko kann die Bewohner der Schwarzmeer-Halbinsel Krim mit „süßen Bonbons“ in Form der Abschaffung der Visapflicht mit der EU nicht zu bestechen, wie der Vizechef des Krim-Parlaments Andrej Kosenko zu RIA Novosti sagte.

    Laut Poroschenko wird die Visafreiheit für die Ukraine in die EU bereits ab 2016 gelten, was für die Rückkehr des Donbass und der Krim strategisch wichtig ist.   

    „Ich schließe nicht aus, dass einige Krim-Bewohner einfach die Möglichkeit nutzen werden, über die Ukraine auszureisen. Dennoch denke ich nicht, dass dies für die Krim-Bewohner vom Standpunkt der Zugehörigkeit der Krim aus entscheidend sein wird. Die absolute Mehrheit der Krim-Bewohner hat ihre Wahl getroffen und es gibt für sie keinen Weg zurück. Deshalb denke ich, dass solche süßen Bonbons wie der visafreie Verkehr die politische Meinung der Krim-Bewohner nicht beeinflussen können“, sagte Kosenko.  

    Außerdem stelle Europa mit seiner degradierenden Wertordnung für die Krim-Bewohner kein besonderes Interesse dar.  

    Wie Kosenko betonte, wird die Visafreiheit ein neues Problem für Europa — einen Zustrom von ukrainischen Arbeitsmigranten — hervorrufen. 

    Die Krim und Sewastopol hatten sich im März 2014 mit Russland wiedervereinigt, nachdem die Bevölkerung der Schwarzmeerhalbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte.

    Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in der Ukraine, den die meisten Krim-Bewohner nicht anerkannt haben.

    Moskau betont, dass das Krim-Referendum den Völkerrechtsnormen und der UN-Satzung entsprochen habe.

    Die Ukraine hält die Krim nach wie vor für einen Teil ihres Territoriums und hat bereits die „Rückeroberung“ angekündigt.

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    Tags:
    Uno, EU, Andrej Kosenko, Petro Poroschenko, Europa, Krim, Russland, Ukraine