02:09 26 April 2019
SNA Radio
    Proteste gegen US-Nahost-Politik in Bahrain

    WSJ enthüllt US-Pläne für "Militärputsch" in Syrien

    © REUTERS / Hasan Jamali
    Politik
    Zum Kurzlink
    Situation in Syrien (2016) (852)
    5014226

    Die Administration von US-Präsident Barack Obama hat am Anfang des Syrien-Konfliktes nach Möglichkeiten gesucht, den Regimewechsel im Land zu bewirken, jedoch ist Washingtons Strategie gescheitert, schreibt „The Wall Street Journal“ unter Verweis auf frühere und aktuelle EU-Beamte.

    Ganz zu Beginn des Syrien-Konfliktes, so das Blatt, hätten die USA versucht, „Risse im Regime“ auszumachen, die sie ausnutzen könnten, um einen Militärumsturz zu bewirken. Allerdings ließen sich „zu wenig“ Risse finden. Laut „The Wall Street Journal“ waren die Vertreter der US-Geheimdienste im Jahr 2011 auf Alawiten-Offiziere aufmerksam geworden, die den Umsturz theoretisch hätten realisieren können.

    „2011 bestand die Politik des Weißen Hauses darin, einen politischen Wechsel in Syrien in die Wege zu leiten, indem im Regime Risse gesucht wurden und Menschen angespornt wurden, damit sie sich von Assad lossagten“, sagte ein ehemaliger Mitarbeiter der US-Administration der Zeitung.

    Mehr zum Thema: „Bunte Revolutionen“: Methoden, Opfer, Ergebnisse

    Was die Geheimkontakte des Weißen Hauses mit dem Assad-Regime anbelange, so seien diese nicht regelmäßig gewesen. Mal sollen die Vertreter der beiden Länder direkte Gespräche geführt haben, mal seien die Botschaften über Vermittler weitergeleitet worden, so das Blatt weiter. Dabei habe Syriens Präsident mehrmals versucht, die US-Administration zu kontaktieren, um zu einem Schulterschluss im Kampf gegen den Terrorismus zu ermahnen.

    In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen stehen islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören. Die aktivsten dieser Gruppierungen sind die Terrororganisation „Islamischer Staat“ und die Rebellengruppe Dschabhat al-Nusra.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Situation in Syrien (2016) (852)

    Zum Thema:

    Politikerin: Anti-Terror-Krieg der USA macht extremistische Gruppierungen nur stärker
    Ex-US-Geheimdienstchef über Irak-Invasion: Geschichte wird kein mildes Urteil fällen
    Wandel in Nahost: „US-Eingriff lief auf kolossales Unheil hinaus“
    Kissinger: Washington büßt bisherige Rolle im Nahen Osten ein
    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Baschar al-Assad, USA, Syrien