02:18 26 September 2020
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    Moskau möchte gern wissen, ob der Präsident der Türkei, Tayyip Erdogan, nach den von Norwegen veröffentlichten Angaben zum Öl-Schmuggel der Terrormiliz „Islamischer Staat“(arabisch „Daesh“, in Russland verboten) in die Türkei seinen Rücktritt einreichen wird, erklärte am Donnerstag Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa.

    „Russland trifft bekanntlich Maßnahmen, um den Terroristen die Wege zum Erdöltransport zu sperren. Wir hoffen auf ein aktives Zusammenwirken mit anderen Ländern in dieser Sphäre. Ich möchte daran erinnern, dass der Präsident der Türkei vor gar nicht langer Zeit seinen Rücktritt angeboten hatte, sollte die Tatsache von Öllieferungen der Terrormiliz an Ankara oder eine Vorschubleistung dafür beweisen werden (…). ‚Wenn diese Tatsache bewiesen wird, bleibe ich nicht in diesem Sessel‘, hatte Erdogan vor Journalisten am Rande des Klimagipfels in Paris erklärt. Ich möchte einfach nachfragen: Was ist da mit dem Sessel?“, sagte Sacharowa bei einem Briefing.

    Die Vorwürfe gegenüber Erdogan und seiner Familie waren zuvor bei einem Sonderbriefing des russischen Vizeverteidigungsministers Anatoli Antonow in Moskau erklungen. Er sagte, die Extremisten „verdienen jährlich etwa zwei Milliarden Dollar und geben diese Mittel für die Anwerbung von Kämpfern in aller Welt sowie für deren Ausrüstung mit Waffen und Technik aus“.

    Aus diesem Grund, so Antonow, werde die Infrastruktur „der diebischen Erdölförderung in Syrien und im Irak“ vom IS geschützt.

    Wie seinerseits der Chef der operativen Hauptverwaltung des russischen Generalstabes, Generalleutnant Sergej Rudskoi, anmerkte, behindert die Türkei in keiner Weise die illegalen Öllieferungen des IS. Hunderte Tankwagen würden an der Grenze zu Syrien nicht kontrolliert.

    Infolgedessen hatte der türkische Präsident Erdogan selbst seinen Rücktritt angeboten, sollte die Tatsache des Öl-Kaufs durch Ankara beim IS bewiesen werden.

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    Tags:
    Anatoli Antonow, Recep Tayyip Erdogan, Türkei