10:42 27 März 2017
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    Das russische  Militär zeigt Ansammlungen von Tankwagen im irakisch-türkischen Grenzgebiet

    Neue Schmuggelroute für IS-Öl: 12.000 Tankwagen an türkisch-irakischer Grenze

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    Terrororganisation Daesh (307)
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    Ungeachtet der Luftangriffe reißt der Erdölschmuggel aus Syrien nicht ab. Um russischen Bomben auszuweichen, haben die IS-Terroristen offenbar einen neuen Transportweg gefunden und schicken nun riesige Tankkolonnen via Irak in die Türkei. Das russische Militär hat im Grenzgebiet fast 12.000 Tankwagen gleichzeitig geortet.

    Das Ölgeschäft gilt als die wichtigste Einnahmenquelle der berüchtigten Terrororganisation Daesh (auch Islamischer Staat, IS), die weite Teile Syriens und des Irak kontrolliert. Das Öl aus eroberten syrischen Lagerstätten fließt illegal in die Türkei und von dort aus weiter in andere Staaten. In den vergangenen Wochen hat die russische Luftwaffe nach eigenen Angaben mehr als 2000 IS-Tankwagen auf dem Weg in die Türkei zerbombt.

    „Um sich den russischen Luftangriffen zu entziehen, finden die Terroristen neue Schmuggelwege für das Rohöl“, teilte General Sergej Rudskoj vom Moskauer Generalstab am Freitag mit. Eine neue Trasse führe aus der syrischen Provinz Deir ez-Zor über die Grenzorte Guna und Tell Sfuk Richtung Mosul und Zakho im Irak. Trotz des großen Umwegs bleibe die Türkei die Zielstation, sagte der General.

    Nach seinen Worten tarnen die Terroristen einen Teil ihrer Ölwagen als übliche Lkw. Der russische Aufklärungsdienst habe an der türkisch-irakischen Grenze fast 12.000 Tankwagen und Laster registriert. Als Beweis zeigte Rudskoj anwesenden Journalisten Satellitenbilder.

    Nach Angaben des russischen Militärs schickt der IS Rohöl via Irak in die Türkei. Dieses Foto soll Tankwagen im irakisch-türkischen Grenzgebiet zeigen.
    Nach Angaben des russischen Militärs schickt der IS Rohöl via Irak in die Türkei. Dieses Foto soll Tankwagen im irakisch-türkischen Grenzgebiet zeigen.

    „Zum Zeitpunkt der Aufnahme befanden sich im Raum Zakho beiderseits der Grenze 11.775 Tank- und Lastwagen: 4.530 davon auf türkischem Territorium, 7.245 auf irakischem.“

    „Rund 3.850 Tankwagen und schwere Laster befinden sich im Sektor ‚А‘ auf dem türkischen Territorium. 200 von ihnen fahren Richtung Irak, die anderen stehen auf Parkplätzen.“ Zugleich würden im türkischen Mittelmeerhafen Dörtyol immer neue Tankwagen eintreffen, so Rudskoj weiter. Momentan befänden sich dort schon 920 Tankwagen und Laster, die vermutlich IS-Öl geladen haben.

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    Terrororganisation Daesh (307)

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    Washington bestätigt: IS-Öl fließt in Türkei
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    Tags:
    Ölschmuggel, Russlands Generalstab, Terrormiliz Daesh, Türkei, Syrien, Irak
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    • Löwenstolz
      Wenn Russland sich nicht konsequent
      um die Beendigung dieses Öl-Diebstahls
      "kümmert", macht man sich insgesamt
      unglaubwürdig!! Was spricht dagegen,
      die Irakis das "Problem mit den Türken"
      mit der Bitte um Hilfe an Russland zu
      delegieren! Nichts leichter als das!!
      Erst wenn auch der Irak "türkbereinigt"
      ist, kann man in Syrien wirklich Erfolg
      haben; sonst nicht!!!
    • avatar
      Oh Mann
      War das anders zu erwrten? Wohl kaum.
      Die USAmis sind doch noch immer im Irak, und´managen das ISIS problem dort.
      Meine unmassgebliche Meinung dazu, zeigt das eindeutig wessen Kind des ISIS, IS, DAESH oder was auch immer hier sein unwesen treibt.
    • Antwort anLöwenstolz (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Löwenstolz,

      Verehrter Löwenstolz ... ihr Lösungsweg ist eventuell ein wenig kurz gegriffen und entbehrt einer grundsätzlichen Perspektivbildung... bei der aber zunächst die größte Problematik beseitigt werden müßte: Wie ist eine "absolute Autonomie" Kurdistans zu erreichen, ohne dem Irak oder Syrien etwas zu nehmen.
      Erst wenn dieses Problem gelöst ist, und dies geht nur über Verhandlungen, über die Bildung eines echten Konsens zwischen diesen drei, oder gar vier regionalen Akteuren, denn den Iran sollte man dabei nicht vergessen, erst dann sollte man darüber nachdenken, wie man Kurdistan bei der Staatsbildung unterstützen kann.

      Und falls der fünfte dann eben nicht einwilligt, dann sollte man ihm ganz sanft und freundlich erklären, das das fünfte Rad am Wagen eigentlich nur ein Backup darstellt ... und das ein Staat auch durchaus ohne Backup unterwegs sein kann, erst recht, wenn er mit seinen drei Nachbarn nicht im Streit liegt.

      Schließlich ist es Weihnachten und wir sollten friedliche Lösungen favorisieren.

      Die Türkei wird sich doch keinesfalls dazu entschließen, das aus ihrer Sicht "eigene Volk" an zu greifen und zu ermorden. Sonst könnte es durchein sein, das sich ein paar Nachbarländer dazu entschließen, dort intervenieren zu müssen.

      Und die NATO mag zwar tiefst gesunken sein ... aber eine Unterstützung für ein zweites Völkerschlachten wie bei den Armeniern wird sie der Türkei nicht gewähren.

      Aber all dies brauch Zeit und Konsens... kurz: Diplomatie.

      Ansonsten würde eine kurzfristige Bereinigung nichts nutzen, wenn man keine dauerhafte und friedliche Lösung im Angebot hat. Und ganz sicher: Die Türkei hat eine grundlegende Lösung ihrer Probleme redlich verdient, sie haben sich so sehr darum bemüht, das Russland ihnen zur Hilfe eilt - nun sollte Russland sich dieser Bewerbung nicht entziehen und den Türken ein "Angebot unterbreiten, das sie nicht ablehnen können".

      Erst dann ist die Welt wieder ein wenig besser ;)
    • avatar
      g.pfeil53
      Warum wurden diese LKW Kolonnen nicht sofort bombardiert, wenn 12000 davon aufgeklärt wurden? Besteht eventuell ein Interessenkonflikt der Russland die Hände bindet?
    • Antwort ang.pfeil53(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      g.pfeil53, Ja... das blöde Ding nennt sich Völkerrecht und NATO.... denn die meisten sind auf türkischem Gebiet, und der Rest auf irakischem... und Russen bomben nicht ohne Einladung in fremden Ländern herum....

      Und außerdem gehören ein paar der Genel .... das ist ein wenig dumm, wenn sie einem Nathaniel Rothschild die LKWs weg bomben. Es gibt darunter durchaus einige, die sich nur des Diebstahls irakischen Eigentums zugunsten der Kurden und der Genel und nicht der Unterstützung der ISIS schuldig gemacht haben.

      Das Dumme ist nur: Man kann sie nur sehr schwer auseinander halten - steht leider nicht drauf. Und dann wirds noch verwirrender... denn nicht nur Rothschild Genel ist dort unterwegs, da spielt auch Chevron, Exxon und Total ihr eigenes Spielchen gegen die irakische Regierung, die doch tatsächlich auf die Einhaltung der Autonomieverträge durch Kurdistan insistieren, die ihnen theoretisch einen Anteil an den Einnahmen an den zu ihrem Land gehörenden Ölreserven garantieren.

      Und da Bomben rein zu werfen - so genau weiß da wohl nicht einmal der einzelne Fahrer, für wessen SubSubSub - Unternehmen er gerade unterwegs ist, um geklautes Öl an der irakischen Regierung vorbei außer Landes zu schmuggeln.

      www.bloomberg.com/news/articles/2012-07-29/tony-hayward-loads-trucks-with-kurdish-oil-awaiting-pipe-
    • avatar
      Antwort ang.pfeil53(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      g.pfeil53, würdest Du wirklich jedem (Aufklärungs)-Piloten das Recht einräumen zu bombadieren, wenn er denkt, da könnte was los sein?
    • avatar
      tassja141172
      @g.pfeil53 ... ich glaube nicht, dass es an einen Interessenkonflikt seitens Russlands liegt, sondern schlicht und ergreifend an dem Umstand, dass die russischen Streifkräfte in Syrien ja noch andere Aufgaben wahrnehmen.

      Syrien sieht zwar von der Landkarte her nicht sehr groß aus, doch sollte man nicht vergessen, dass die Ressourcen der russischen Streitkräfte auch nicht unendlich sind.

      Generell ist die Region im Osten von Syrien von der Logistik des Öl-und Waffenschmuggels ohnehin eine strategisch interessante Ecke für den IS.
      Sind im Nordosten von Syrien die Brücken und Überquerungsmöglichkeiten über das Gewässer "Dicle Nehri" zerstört, verläuft weiter südlich in der Region "Rabiaa" die Grenze zwischen Syrien und dem Irak über Land.
      Die Strasse ist bei "Rabiaa" in Richtung irakischer Grenze wäre zwar kontrollierbar, doch die zahlreichen Wege nördlich und südlich von "Rabiaa" eher weniger. Und ein helbwegs befestigter Weg reicht für die meisten LKW's um dann auf Irakischem Gebiet nördlich von "Bajid" den "Tigris" zu überqueren und dann weiter in Richtung "Zakho" fahren zu können.

      Wenn ich mich recht erinnere ist dies ohnehin eine Region in Syrien, in welcher der IS recht stark ist. Vermutlich auch, um seine eigenen Versorgungswege schützen zu können.
    • Konstantin
      Ich finde auch, Russland soll seine Hilfe in höflicher Form anbieten, und wenn es gefragt wird, dieser Bitte Folge leisten.
    • Nordthule
      Macht doch entlich Schluß mit dem Schmugel! Zerbomt den Dreck und fertig!
    • Antwort anKonstantin (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Konstantin, und ich dachte schon, keiner versteht mich in meinen weihnachtlichen Anwandlungen ;)
    • Konstantin Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      der15.Franzose, das ist doch unmissverständlich.
    • avatar
      goaismine
      Russland wird rein taktisch die ISIL nur so lange lange am leben erhalten solange nicht im Kern
      Syriens die von der Turkei unterstützen Terroristen Al-Nursa allen voran vernichtet werden
      sicherlich könnte man argumentieren Russland solle die ISIL einschl. Öl-Handel vernichten und dann erst die AL-Nursa Front / Islamic Front usw. das wird Russland aber nicht tun
      die ISIL wird nur lange an ihren Fäden gehalten solange Russland und letztendlich Syrien und sein Volk daraus einen Nutzen hat. Russland brauch die ISIL auf mehreren Ebenen u.a. um auch auf der internationalen Bühne .. Russland macht es vollkommen richtig sie machen sehr gute Auklärung um sich in die Position zubringen den " finalen endschlag " vorzurbereiten und das geht nur mit massiver Aufklärung uns simultan aber auf der politischen Ebene die Verhandlunge voranzutreiben und Syrien in gute Verhandlunsposition
      zubringen . Ich denke sobald der Kern der Verhandlungen erreicht ist und die erste Phase beginnt wird Russland zum " finalen Rundschlag ausholen " eventuell einsatz von mini-atom-bomben wäre möglich
    • avatar
      rikasulke
      Trassen fotografisch - geografische Koordinaten anlegen, kilometerweise in die Strassen 30 Meter Durchmesser Krater reinbomben, so dass die Fahrzeuge bewegungsunfähig sind.
      Kolonnen abschnittsweise bombardieren, damit der entste-
      hende Schrott die nachfolgenden Fahrzeuge hindert weiter zu fahren. Am besten mit Brandbomben, die 100 Meter Durch-
      messer- Krater erzeugen, wobei die Fahrer gleich mit vernichtet werden! Alles platt machen und neutralisieren! Seitdem Russ-
      land dort eingegriffen hat, beginnt der Westen nachzudenken, über sich und über mögliche Lösungen! Beschämend!
    • avatar
      hans.chile
      Das alles geschieht unter den Augen der NATO und ihren verlogenen Politikern, allen voran Obama, Merkel sowie der Terrorpate Erdogan. Hoffentlich erniedrigt sich Russland nicht und paktiert mit Luegnern und Verbrechern. Altes chines. Sprichwort: Schlechte Menschen sind keine guten Freunde! Hinter dem blutigen Oelhandel der Tuerkei mit dem IS steckt System, naemlich gewinnbringende Kriegsverlaengerung fuer die USA und Milliardengewinne fuer Erdogan. Warum aber spielt Frankreich mit?
    • avatar
      Die russen werden das schon machen da bin ich mir sicher je länger dieser Konflikt läuft desto mehr lügen werden über Nato rauskommen... Wenn dann die russen denn finalen Schlag machen dann bleibt der Nato nur das zuschauen weil eingreifen können die nicht mehr weil die ganze Welt mittlerweile die Lügen der Nato dank Putin sat hat... Und wie heißt es so schön?? Lügen haben kurze Beine!!!;
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      hvatzigenAntwort ang.pfeil53(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      g.pfeil53,
      Den Russen bindet niemand die Hände.
      Da wahrscheinlich eher die Türkei der NATO-USA.
      Die Türkei hat erhebliche Druckmittel gegenüber dem Westen.
      Es sind dies die Drohungen mit.
      Flüchtlinge weiterschieben.
      Innenpolitisch desolate Lage am Rande des Chaos.
      Unterwandert von Tschihadisten.
      Kann sich der Westen eine absaufende Türkei leisten?
      Wirtschaftlich zunehmend auf alle Einnahmequellen angewiesen,
      auch ,,windige,,. Geld aus Ölhandel oder der Westen zahlt als Ausgleich
      vermeidung eines Wirtschaftszusammenbruches.
      dazu NATO Mitglied.
      Der Westen hat ein Problem das heisst Türkei.
      Die stehen mit dem Rücken gegen die Wand.
      Lässt der Westen die Türkei fallen, soviel ist absehbar,
      drehen die durch.
      Die sind am Anschlag,stehen vor der Wahl inneres Chaos,
      oder blind um sich schlagen.
      Fazit: Extrem verfahrene Gesamtlage.
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      Antwort anhvatzigen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hvatzigen, na dann sollten die doch wild um sich hauen , bin mur sicher das dan Putin nen kurzen Prozess macht.:-)
    • moessingen
      14.000 Tankfahrzeuge - ist nicht bald Silvester?
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      g.pfeil53Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      em, Aufklärer bombardieren nicht, schon gar nicht die Piloten. Das entscheiden andere.
    • avatar
      g.pfeil53Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      der15.Franzose, die Partner Russlands haben doch das Recht im Irak Angriffe fliegen zu dürfen.
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