08:55 18 Juli 2018
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    Afghanische Luftwaffe tötet 70 IS-Kämpfer

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    Mindestens 68 Kämpfer der Terrormiliz Daesh (Islamischer Staat, IS) sind bei einem Angriff der afghanischen Luftwaffe getötet worden, meldet die Agentur Pajhwok auf Twitter mit Verweis auf das Verteidigungsministerium Afghanistans.

    „Mindestens 68 IS-Kämpfer sind in der letzten Nacht bei einem Luftangriff der afghanischen Armee in der Provinz Nangarhar im Osten des Landes getötet worden“, heißt es in der Mitteilung.

    Anschläge in Kabul
    © REUTERS / Mohammad Ismail
    Die Lage in Afghanistan hat sich in den letzten Monaten deutlich verschlimmert. Die radikale Bewegung Taliban, die zuvor große Territorien in ländlichen Gebieten des Landes eingenommen hatte, hat nun eine Offensive auf Großstädte eingeleitet. Ende September hatten die Taliban-Kämpfer die nordafghanische Stadt Kundus mit mehr als 300. 000 Einwohnern erobert, jetzt greifen sie Ghazni an, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz südwestlich von Kabul.

    Auf dem Territorium des Landes hat der Einfluss des Islamischen Staats inzwischen zugenommen. Die Taliban und der IS gelten als rivalisierende Gruppierungen. Mitte Juni hatten Medien berichtet, Vertreter der Taliban hätten einen Brief an den IS verfasst mit der Forderung, sich aus den Angelegenheiten der Taliban in Afghanistan herauszuhalten. Zuvor hatte es in Afghanistan sogar Zusammenstöße zwischen den beiden Terrorgruppen gegeben.

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    Tags:
    Luftangriff, Taliban, Islamischer Staat, Kabul, Afghanistan
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