13:45 26 Oktober 2020
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    Die amerikanische Ausgabe der „Washington Post“ malt die Welt in Schwarz-Weiß. Russland ist immer an allem schuld, niemals ist es im Recht - darum kann die WP-Arbeit kaum als objektiv bezeichnet werden, meint eine irische Journalistin.

    Keinem anderen Land, außer vielleicht China, schenke die Redaktion der „Washington Post“ eine solche Aufmerksamkeit wie Russland. Es ist kaum erstaunlich, dass die Zeitung dem immer mehr an Bedeutung gewinnenden Akteur in der Weltarena so viele Artikel widmete. Allerdings ähnelten die Beiträge der WP eher „Versuchen einer Biene, ihren Feind durch einen Damenhut hindurch zu stechen“, meint die irische Journalistin Danielle Ryan in ihrem Artikel für Russia Today (RT).

     „Die redaktionellen Bemerkungen der WP zu internationalen Fragen ähneln dem Muster  der schlechtesten aller möglichen Deutungen der amerikanischen Ausschließlichkeit. Der jüngste Beweis hierfür  ist der Beitrag zu Syrien. Hier lautet die Überschrift: 'UNO-Resolution zu Syrien ist zertrümmert und schuld daran ist Russland'“, schreibt die Journalistin.

    Sie bemerkt weiter, die UNO-Resolution schreibe allen Konfliktseiten vor, „unverzüglich beliebige Angriffe auf die friedliche Bevölkerung und zivile Objekte einzustellen“, ebenso „einen jeglichen wahllosen Einsatz von Waffen, einschließlich des Beschusses vom Boden aus und des Bombardements aus der Luft“.

    „Aber lassen wir die lächerlichen Bemerkungen beiseite, dass die USA sich doch selbst an eine solche Resolution halten und ‚unverzüglich‘ was auch immer ‚einstellen‘ sollten. Wenden wir uns dem zu, was die WP betrifft“, fährt Ryan fort.

    Laut der Journalistin hätten die Redakteure der WP zwei Tage nach der Verabschiedung der Resolution behauptet, Russland habe die die Stadt Idlib in der nördlichen Provinz Syriens beschossen und „Dutzende friedliche Einwohner getötet“.

    „Hervorzuheben ist, dass eine Informationsquelle der Zeitung die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte – eine ‚Organisation‘ (Anführungsstriche der Autorin – Anm. d. Red.) ist, gegründet von einer Person, die in den letzten 15 Jahren kein einziges Mal in Syrien war und ‚kleine Zuschüsse‘ von der Europäischen Union erhält. Die Reporter dieser ‚Organisation‘ kann man bestenfalls als unzuverlässig bezeichnen. Trotzdem wurde die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte eine der bedeutendsten ‚Quellen‘ für Informationen zu Syrien in der westlichen Presse“, schreibt Ryan. WP nutze außerdem jede Möglichkeit, die „Hunde auf Russland und Präsident Wladimir Putin zu hetzen“.

    Mehr zum Thema: Italiener wählen Putin zum „Zar“ der Weltpolitik

    „Es gibt nichts, an dem Moskau nicht schuld wäre, auch nichts, wo es im Recht wäre. Selbst wenn der Kreml morgen ein Mittel gegen Krebs entwickeln sollte, so würde ‚The Washington Post‘ schreiben, das sei ein böses Komplott Putins, um den westlichen Onkologen ihre Arbeitsplätze zu nehmen“, ironisiert die irische Journalistin.

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    Tags:
    Russia Today, Washington Post, Danielle Ryan, Wladimir Putin, Russland, Syrien