13:00 14 Juli 2020
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    Vor dem Hintergrund der andauernden antiarabischen Ausschreitungen auf Korsika erwägen die Behörden der Insel eine Korrektur ihrer Migrationspolitik. Auslöser für die Krawalle war ein Angriff einer Gruppe von Jugendlichen, vermutlich aus Nordafrika, auf Feuerwehrleute in der Hauptstadt Ajaccio.

    Dutzende Jugendliche hätten einen Brand gestiftet und die eingetroffene Feuerwehr mit Baseballschlägern und Metallstäben angegriffen, berichtete einer der  betroffenen Feuerwehrleute dem russischen Sender RT. „Ich wurde ins Gesicht geschlagen. Ich war mit Glasscherben bedeckt, weil sie die Scheibe des Fahrzeugs zerschlagen hatten.“

    Die korsischen Nationalisten, die vor kurzem die Regionalwahlen gewonnen haben, kämpfen mit Vorwürfen, Rassenhass auf der Insel zu schüren, nachdem ihr Chef den Feuerwehrleuten sein Mitgefühl ausgesprochen hatte.

    „Das Geschehene ist eine Warnung für uns. Wir müssen die Integrationspolitik grundlegend verändern“, sagte Gilles Simeoni, Chef der Partei Insieme per a Corsica („Gemeinsam für Korsika“). „Wir werden das im Parlament diskutieren.“

    Der Konflikt auf der französischen Insel wurzelt in der Geschichte: Vor mehreren Jahrzehnten hatten Auswanderer aus Marokko arme Viertel korsischer Städte besiedelt. Die jetzige europäische Flüchtlingskrise und die zunehmende Islamophobie spielten den hiesigen Nationalisten in die Hände. Nach dem Angriff auf die Feuerwehr demolierten Vandalen Geschäfte und Gebetshäuser.

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