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    US-Soldaten in Afghanistan (hier Archivbild)

    NYT: USA kämpfen gegen IS und al-Qaida tankt Kräfte

    © Flickr/ U.S. Army/Cameron Boyd
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    Während die Aufmerksamkeit der USA ausschließlich dem IS und der Taliban-Bewegung gilt, tauchen in Afghanistan immer mehr Ausbildungslager der Terrorgruppe al-Qaida auf, schreibt „The New York Times“.

    Michael Morell, der in den Jahren 2010 bis 2013 stellvertretender CIA-Direktor, war, brachte seine Besorgnis angesichts der Situation zum Ausdruck. „Mich beunruhigt tatsächlich die Wiedergeburt von al-Qaida in Afghanistan, denn ihr Ziel werden wir sein“, kommentierte er. Laut Morrel sollten die USA auch die Taliban im Auge behalten, die der Al-Qaida-Bewegung Unterkunft bieten könnte, wie das bereits früher der Fall war.

    Die Stabilität der Positionen von al-Qaida sei, so der Artikel, für die US-amerikanischen und afghanischen Behörden eine Überraschung geworden. Im Laufe einer gemeinsamen Operation amerikanischer und afghanischer Militärs im Oktober wurde ein großes Al-Qaida-Lager im wenig besiedelten Bezirk Kandahar vernichtet, etwa 200 Kämpfer wurden getötet. Wie sich herausstellte, hatte das Lager, das von den Geheimdiensten übersehen wurde, ca. eineinhalb Jahre bestanden.

    Daesh-Milizen an der syrisch-irakischen Grenze
    © AFP 2019 / Albaraka News

    „Die Entdeckung des großen Lagers warf die Fragen danach auf, ob amerikanische Militärs imstande sind, die Al-Qaida-Hochburg im Land aufzuspüren – und das 14 Jahre nachdem al-Qaida während der Afghanistan-Invasion unter US-Führung aus dem Land verdrängt worden und das Taliban-Regime, das die Organisation unterstützt hatte, gestürzt worden war“, schreibt „The New York Times“.

    Ranghohe US-Beamte geben zu, dass es in Afghanistan weitere Lager und Basen von al-Qaida gebe, so das Blatt weiter. Deren genaue Anzahl sei unbekannt, denn sie lassen sich immer schwerer aufspüren.

    Laut US-Militärs wurde das Lager in Kandahar von der Gruppierung al-Qaida auf dem Indischen Subkontinent genutzt. Diese Organisation mit Sitz in Pakistan soll mehrere hundert Kämpfer zählen. Eine Quelle der Zeitung in der US-Aufklärung bezeichnete die Gruppierung als eine „Bedrohung von nationalem Ausmaß“ und betonte, dass sie vor allem für Pakistan und Südasien zuständig sei.

    Trotzdem, so erinnert „The New York Times“, haben die Kämpfer dieses Al-Qaida-Ablegers versucht, eine pakistanische Fregatte zu kapern, um den Schiffen der US-Marine Schläge zu versetzen. Später stellte sich heraus, dass ein pakistanischer Seemann von den Terroristen angeworben worden war. Dieser Vorfall sorgte damals für die Befürchtung, dass die Terroristen in die pakistanischen Streitkräfte durchsickern könnten, die über Kernwaffen verfügen.

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    Terrormiliz Daesh, Al-Qaida, Michael Morell, Afghanistan, USA