02:49 23 November 2019
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    Lawrow: Russische Panzer rollen niemals auf NATO-Territorium

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    Einige NATO-Mitglieder versuchen laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow die Willenserklärung der Krim-Bevölkerung als aggressive Bestrebungen von Seiten Russlands darzustellen, um dadurch die Erweiterung des Transatlantischen Militärbündnisses zu rechtfertigen.

    „Ich bin der Ansicht, dass ihre (die neuen NATO-Mitglieder – Anm. d. Red.) hysterische Position einfach ausgenutzt wird. Es werden Versuche unternommen, die Willenserklärung der Krim-Bevölkerung als unsere,aggressiven‘ Absichten darzustellen, damit NATO in diese Richtungen vorrücken kann“, sagte Lawrow gegenüber dem TV-Sender Swesda im Interview.

    Der Minister äußerte weiter die Überzeugung, dass „alle richtig verstehen, dass es nie Panzer oder russische Streitkräfte auf NATO-Territorium geben wird, keiner hat derartige Absichten“.

    „Sie wissen das ganz genau: Das ist ein guter Anlass, um sich neue NATO-Mitglieder, die aus unklarem Grund mit Russophobie aufgeladen sind, zunutze zu machen. Als sie (neue Mitglieder des Bündnisses, einschließlich der baltischen Länder – d. Red.) der NATO beitraten, rieten uns die Amerikaner, keinen Wirbel darum zu machen“, so Lawrow.

    Dem Minister zufolge habe Washington Moskau damals erklärt, dass diese neuen NATO-Mitglieder angeblich noch aus der Zeit, als sie „nicht ganz nach eigenem Willen“ der Sowjetunion beitraten, Angst vor Russland hätten. Erst wenn die baltischen Länder in die NATO aufgenommen würden, würden sie, so die USA, „sich beruhigen“.

    „Sie haben sich nicht beruhigt. Im Gegenteil, sie nutzen jetzt diese Mitgliedschaft, um uns stets in ihren Reden anzugreifen“, äußerte Lawrow des weiteren.

    Die Krim und Sewastopol hatten sich im März 2014 mit Russland wiedervereinigt, nachdem die Bevölkerung der Schwarzmeerhalbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in der Ukraine, den die meisten Krim-Bewohner nicht anerkannt haben.

    Die Ukraine hält die Krim nach wie vor für einen Teil ihres Territoriums und hat bereits die „Rückeroberung“ angekündigt.

    Moskau betont im Gegenzug, dass das Krim-Referendum den Völkerrechtsnormen und der UN-Satzung entsprochen habe.

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    Nato-Erweiterung, Russophobie, Referendum, NATO, Sergej Lawrow, Baltikum, Russland