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    Experte: Bei Weiterbestehen der Nato steuert die Welt auf Atomkrieg zu

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    Politik
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    Die Nato ist laut Paul Craig Roberts das wichtigste Instrument der USA, um einen Konflikt mit Russland zu entfachen. Solange der nordatlantische Militärblock bestehe, steuere die Welt unablässig auf einen Atomkrieg zu, schreibt der Analyst laut RT.

    „Der Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 hat die gefährliche amerikanische Ideologie 'Neokonservatismus' ins Leben gerufen“, schreibt Roberts auf seinem Internetportal. Die Neokonservatoren hätten die USA als die „einzige Supermacht“ bezeichnet und diesen Status seitdem mit aller Kraft verteidigt.

    Amerika begann dem Autor zufolge seine Hegemonie zu behaupten, als Bill Clinton noch Präsident war, und zwar mit der Einmischung in Jugoslawien, Serbien, dem Kosovo und mit der Einrichtung der Flugverbotszone über dem Irak. Die Terroranschläge vom 11. September haben den Neokonservatoren freie Hand gegeben. Sie nannten dieses Ereignis das „neue Pearl Harbour“ und nutzten es als Vorwand, im Nahen Osten Eroberungskriege zu entfesseln. Seit dem 11. September 2011 habe Washington acht Länder teilweise oder völlig zerstört, jetzt setzte es sich mit Russland auseinander, betont Roberts.

    Russland könne den Dschihadisten nicht erlauben, ihren Staat auf dem Territorium Syriens und des Irak zu errichten, denn dies würde zu einer Grundlage zur Destabilisierung der muslimischen Regionen in Russland werden. Das sei für jeden Menschen mit Verstand offensichtlich, so der Analytiker. Die neokonservativen Fanatiker, denen die Macht den Kopf verdreht habe, sehen das nicht ein und setzen Russland weiter unter Druck.

    Die heutige Lage in der Welt sei eine Folge der frechen Politik der Neokonservatoren. Um Amerikas Hegemonie zu bewahren haben sie das Versprechen an Gorbatschow gebrochen, die Nato nicht weiter nach Osten zu erweitern. Sie haben außerdem den Status der Kernwaffen geändert, um sie für Präventivschläge einsetzten zu können, und Raketenabwehrsysteme in der Nähe von russischen Grenzen stationiert.

    Die Neokonservatoren und die unter ihrer Kontrolle stehenden Medien in Amerika und Europa dämonisieren Russland und seinen Präsident Putin. So hätten sie das Vertrauen zwischen den beiden Nuklearmächten zerstört, was einen Nährboden für einen Atomkrieg geschaffen habe.

    Putin wiederum lasse sich vom Westen nicht provozieren. Sein verantwortungsbewusstes Verhalten werde aber von den Neokonservatoren als Schwäche und Ängstlichkeit gedeutet. Sie zwingen Obama, Russland weiterhin unter Druck zu setzen. Putin habe jedoch mehrmals zu verstehen gegeben, dass er nicht zurückweiche.

    Laut Roberts sind die Regierungen in Europa, vor allem in Deutschland und Großbritannien, dafür mitverantwortlich, dass ein Atomkrieg immer näher rücke. Sie würden bei Washingtons Propaganda und seinen Sanktionen mitmachen. Und solange Europa Amerikas Handlanger bleibe, werde die Wahrscheinlichkeit des Weltuntergangs immer größer.

    Laut dem Autor gibt es nur zwei Wege, einen Krieg zu vermeiden. Der erste Weg – Russland und China geben auf und erkennen Washingtons Hegemonie an. Der zweite Weg: Ein unabhängiger Politiker kommt in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien an die Macht, der dann sein Land aus der Nato ausscheiden lässt. Das würde zu einer Kettenreaktion führen und den Zusammenbruch der Nato verursachen.

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    Tags:
    Atomkrieg, NATO, Jugoslawien, Syrien, Irak, USA, Russland