04:53 20 Juni 2019
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    Sudanesisches Außenministerium in der Hauptstadt Khartum

    Sudan weist Irans Botschafter aus

    © AFP 2019 / ASHRAF SHAZLY
    Politik
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    Die sudanesische Regierung hat die Entscheidung getroffen, Irans Botschafter aus der Hauptstadt Khartum auszuweisen, nachdem Bahrain und Saudi-Arabien die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen hatten. Dies berichtet die Agentur Al Arabiya.

    Der Agentur zufolge hat der Sudan die Einmischung des Iran in die Situation in der Region verurteilt.

    Das Innenministerium Saudi-Arabiens hatte am Samstag die Hinrichtung von 47 Personen bekanntgegeben, die „wegen Terroraktivitäten und Aufwiegelung zum Terrorismus“ verurteilt worden waren. Auf der Liste der Verurteilten standen der Al-Kaida-Anführer in Saudi-Arabien, Faris al-Zahrani, und der schiitische Prediger Ali al-Nimr.

    Die Hinrichtung des Letzteren löste heftige Proteste aus. Unter anderem wurde die Botschaft Saudi-Arabiens in Teheran angegriffen. Daraufhin verkündete der Außenminister Saudi-Arabiens, Adel al-Dschubeir, am Montag den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen seinem Land und dem Iran. Später folgte auch Bahrain dem Beispiel.

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    Tags:
    Botschaft, Hinrichtung, Sudan, Iran