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19:34 12 November 2019
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    IS zwingt dem Westen „direkten Kampf“ auf

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    Der deutsche BND warnt vor der Gefahr, die von den Islamisten ausgeht. Nach Einschätzung des Geheimdienstes will der IS dem Westen einen „direkten Kampf“ aufzwingen.

    Der islamisch geprägte Terrorismus stellt für den Westen eine weitaus größere Bedrohung dar als noch vor wenigen Jahren. Das geht nach Informationen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ aus Analysen des Bundesnachrichtendienstes hervor. Die Lage ist laut Geheimdienstberichten „für die westliche Staatengemeinschaft heute ungleich gefährlicher“ als 2001, im Jahr der Anschläge auf New York und Washington, schreibt Bernhard Honnigfort in der „Frankfurter Rundschau“.

    Nach Informationen dieser drei Medien strebt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wie zuvor Al-Kaida nun den „direkten Kampf“ mit dem Westen an. Diesen Strategiewechsel habe die Terrormiliz im September 2015 verkündet. Seitdem sei der IS bemüht, mit gezielten Anschlägen, „seine Gewalt in die Heimat der ihn bekämpfenden Streitkräfte“ hinüberzubringen. Es sei nicht so, dass der IS mit seinen Anschlägen eine westliche Intervention verhindern wolle, im Gegenteil: Dem IS käme diese kriegerische Auseinandersetzung sehr gelegen. Der Westen geriete dadurch geradezu in Zugzwang „militärisch in der Region zu intervenieren“.

    Man sollte sich auch nicht der Illusion hingeben, dass der IS bei „nachhaltigen militärischen und machtpolitischen Rückschlägen seinen Kampf gegen den Westen einstellen werde", prophezeit der Bundesnachrichtendienstes laut Bericht weiter. So etwas sei nur Wasser auf seine Mühle.

    Nach BND-Einschätzung ist die „Zone der Instabilität“ „vom Hindukusch in die unmittelbare Nachbarschaft Europas vorgerückt.“ Die Zahl der Terrorfreiwilligen aus dem Westen gehe über „alle bisher bekannten Dimensionen“ hinaus.

    Laut dem Autor haben die üblicherweise über das Internet verbreiteten Verlautbarungen islamistischer Gruppierungen mittlerweile die Ausmaße einer "industriell anmutenden Propagandaproduktion" erreicht.

    Die Terrormiliz IS operiere derweil in 30 Ländern und habe ein vitales Interesse an gescheiterten Staaten.

    Auf lange Sicht, so der BND-Bericht, werde nicht allein der Einsatz von Militär zur Lösung des Problems führen. Man müsse vielmehr dem dschihadistischen Gedankengut den Nährboden entziehen.

     

     

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    Tags:
    Terrorbekämpfung, Islamischer Staat, Bundesnachrichtendienst (BND)