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    „Feindbild benötigt“: Ex-CIA-Offizier erklärt Motive der US-Russlandhasser

    © AP Photo / Matt York
    Politik
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    Eine Reihe von Experten und Beamten der Vereinigten Staaten benutzen das Feindbild Russland, um sich auf ihren gut bezahlten Arbeitsplätzen in der Regierung und anderen Behörden zu halten, schreibt der ehemalige CIA-Offizier Philip Geraldi in einem Gastbeitrag in „The American Conserative“.

    Geraldi, der vor kurzem das erste Mal in seinem Leben Moskau besuchte, zeigt sich überwältigt von der Schönheit der russischen Hauptstadt und dem Unterschied zu den „grauen sozialistischen Vorzeiten“, an die man in den USA öfters appelliert – eine „moderne, saubere und in jeder Hinsicht europäische Stadt“, lautet das Fazit des ehemaligen Geheimdienstlers.

    Aber immer wieder sei er auf seiner Reise mit der Frage von Journalisten als auch normaler Bürger konfrontiert worden, aus welchem Grund die Vereinigten Staaten die Russen so sehr hassen und warum die amerikanische Presse scheinbar nichts Gutes über sie zu sagen vermag? Dies seien Fragen gewesen, die er, so Geraldi, nicht beantworten konnte.

    „Es gibt listige Experten und Beamte, die immer ein Feindbild brauchen, um ihre gut bezahlten Arbeitsplätze in der Regierung und anderen Behörden zu behalten, die auf das Wohlbefinden des militärisch-industriellen Komplexes angewiesen sind“, schreibt der Ex-CIA-Offizier, der nun die NGO „Council for the National Interest“ leitet. Zudem würden sich immer und überall militante Patrioten wie die Senatoren John McCain und Lindsey Graham finden, fügt er hinzu. 

    Eine zweite heikle Frage sei gewesen, wieso sich so wenige Menschen in Washington und in den US-Medien bewusst sind, dass eine gute Beziehung zu Moskau erforderlich ist. 

    „Russland hat sich als ein äußerst guter Partner in Syrien erwiesen, wo es die Verhandlungen führte und Damaskus die Vernichtung seiner chemischen Waffen Anfang 2014 nahegebracht hatte. Nun ist es auch die treibende Kraft in den laufenden Verhandlungen, die auf eine vollständige Lösung des Konfliktes ausgerichtet sind. Es war stets ein verlässlicher Verbündeter im Kampf gegen den Terrorismus, wobei es zur gleichen Zeit auch die eigene Verwundbarkeit durch den IS und andere militante Islamisten erkannte“, so Geraldi. 

    „Man muss nicht unbedingt Mütterchen Russland und Wladimir Putin lieben, um einschätzen zu können, dass es im Interesse der Vereinigten Staaten ist, eine partnerschaftliche Beziehung auf Grundlage gemeinsamer Interessen zu entwickeln“, betont er.

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    Tags:
    Propaganda, Medien, Islamischer Staat, Terrormiliz Daesh, CIA, Lindsey Graham, John McCain, Wladimir Putin, Syrien, USA, Russland
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