Widgets Magazine
12:24 21 Oktober 2019
SNA Radio
    Präsidenten Russlands und Syriens, Wladimir Putin und Baschar al-Assad

    USA müssen Putin richtige Strategie in Syrien zugestehen – US-Magazin

    © Sputnik / Alexey Druzhinin
    Politik
    Zum Kurzlink
    942834
    Abonnieren

    Die Vereinigten Staaten müssen eine unbequeme Wahrheit akzeptieren: Die Zeit ist gekommen, Assad zu unterstützen und einzugestehen, dass der russische Präsident Wladimir Putin die richtige Strategie in Syrien verfolgt, schreibt das US-Journal „National Review“.

    „Es ist verständlicherweise schwierig für die US-Regierung, öffentlich Russland und den Iran zu unterstützen, aber das Mindeste, was wir tun könnten, wäre, eine stillschweigende Unterstützung anzubieten. Das heißt, wir sollten aufhören, ohne Unterbrechung Kritik an den Aktivitäten Russlands in Syrien zu üben, und die obstruktiven Maßnahmen gegen Russland stoppen“, betont das Magazin.

    Laut dem Journal ist die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten die Bemühungen Wladimir Putins in Syrien willkommen heißen sollten. eine der drei „unangenehmen Wahrheiten“, die die USA akzeptieren sollten, um die syrische Krise zu einer Lösung zu bringen.

    Die zweite Tatsache sei, dass der Nahe Osten ein sichererer und stabilerer Ort mit Saddam Hussein und Muammar Gaddafi an der Macht gewesen wäre. Die letzte „unbequeme Wahrheit“ sei schließlich, dass eine realistische Außenpolitik zum heutigen Zeitpunkt viel wichtiger ist als eine idealistische. 

    Denn der Schwerpunkt der Syrien-Krise liege nun so, dass die USA sich eine ideologisch lukrative Lösung nicht mehr leisten können. „Realpolitik ist der einzige Ausweg“, betont das Blatt.

    Deshalb sei es notwendig, sich für den syrischen Präsidenten Baschar Assad zu engagieren: „Um Assad zu unterstützen, müssen wir erst einmal annehmen, dass unsere idealistischen Ziele unerreichbar sind und dass uns nur nüchterner Realismus helfen kann, unsere strategischen Interessen zu erreichen, zumindest im Nahen Osten.“

    Assads Unterstützung sei der einzig realistische Weg, der zu der relativen Stabilität, die vor dem arabischen Frühling geherrscht hatte, zurückführen könnte, was den „Islamischen Staat“ besiegen würde.

    „Niemand ist mehr an einem Sieg über den „Islamischen Staat“ interessiert, als Assad, der Syriens internationale Grenzen gerne wiederherstellen würde und sich auf Rache für die Gräueltaten, die der IS gegen gefangene syrische Soldaten verübt hat, sinnt.“

    Vor dem Hintergrund dessen, dass „der syrische Bürgerkrieg und die Flüchtlingskrise metastasieren“, sollte Washington von seinen alten Positionen zum Syrien-Konflikt abrücken, unterstreicht „National Review“.

    „Bis heute hat die Obama-Regierung meist nur als Zuschauer (der syrischen Krise) agiert, zum Teil wegen der Kriegsmüdigkeit, aber vor allem deswegen, weil es in dem Mischmasch von unterschiedlichen Kriegsparteien keine richtig guten Akteure zu unterstützen gibt.“, so die Zeitschrift. 

    Nach dem peinlichen Eingeständnis des Pentagons, dass 500 Millionen Dollar für die Ausbildung „gemäßigter“ Rebellen nur „vier oder fünf“ Kämpfer eingebracht hätten, sei es nur eine unrealistische Phantasie zu glauben, dass man zuverlässige syrische Verbündete finden könnte, die sowohl gegen den IS als auch gegen Assad kämpfen würden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Putin nennt wirklichen Grund für Russlands Militäreinsatz in Syrien
    Assad wird Obama als Präsident überdauern - Medien
    Kerry lobt effektiven gemeinsamen Einsatz Russlands und der USA
    Lawrow: Nur die Syrer selbst werden den Namen ihres künftigen Präsidenten bestimmen