12:55 26 Januar 2020
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    Unter der Wiedervereinigung der Krim mit Russland darf nicht die einseitige Verschiebung von Grenzen, sondern das Schicksal der Menschen verstanden werden, sagte der russische Präsident Wladimir Putin in einem Interview gegenüber der „Bild-Zeitung“.

    „Der Staatsstreich der Nationalisten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat im Februar 2014 zweieinhalb Millionen russischen Menschen auf der Krim große Angst eingejagt“, sagte Putin.  „Was haben wir also gemacht? Wir haben keinen Krieg geführt, nicht geschossen, es wurde kein einziger Mensch getötet. Unsere Soldaten haben lediglich die ukrainischen Truppen auf der Krim daran gehindert, die freie Meinungsäußerung der Menschen dort zu behindern“, so der Präsident weiter.

    Bei der Volksabstimmung, die noch vom alten Parlament der Krim beschlossen wurde, habe die Mehrheit der Bürger dann dafür gestimmt, zu Russland zu gehören. Das gerade sei Demokratie, der Volkswille.

    „Für mich sind nicht Grenzen und Staatsterritorien wichtig, sondern das Schicksal der Menschen“, so Putin. Dabei erinnerte er an die UNO-Charta, laut der jedes Volk das Recht auf Selbstbestimmung hat. 

    „Nehmen Sie nur das Kosovo: Damals wurde von Uno-Instanzen entschieden, dass das Kosovo von Serbien unabhängig werden kann und die Interessen der serbischen Zentralregierung dahinter zurückstehen müssten. Das können Sie in allen Akten nachlesen, auch in den deutschen“, sagte Putin. 

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    Tags:
    Wiedervereinigung, Wladimir Putin, Kosovo, Krim, Serbien, Russland