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    Angela Merkel

    Merkels hochherzige Torheit wird Europa teuer zu stehen kommen - US-Kolumnist

    © AFP 2019 / DPA / BERND VON JUTRCZENKA
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    Die Bundeskanzlerin Angela Merkel muss ihren Posten verlassen, weil ihre Migrationspolitik zu zunehmender Polarisierung zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen, einem Anstieg der Terrorgefahr und politischer Gewalt führen wird, wie Ross Douthat, Kolumnist der New York Times, schreibt.

    Zuvor war berichtet worden, dass in der Silvesternacht Dutzende Frauen rund um den Kölner Hauptbahnhof von Männern sexuell bedrängt und ausgeraubt worden waren. Die Zahl der Strafanzeigen ist mittlerweile auf über 380 angestiegen. In etwa 40 Prozent der Fälle wird unter anderem wegen Sexualstraftaten ermittelt. Ins Visier der Polizei sind größtenteils Personen aus nordafrikanischen Ländern geraten.

    Die Behörden hätten die Angriffe zunächst verharmlost, berichtet Douthat, da sie für Angela Merkel und ihre Migrationspolitik „unbequem“ werden könnten. Dieser Entschluss hätte auch den Kölner Polizeichef kurz darauf seinen Job gekostet.

    Die deutsche Regierung scheine sich mehr Sorgen darum zu machen, wie man mit den unruhigen Einheimischen umgehen sollte, als mit den Flüchtlingen, betont er.  Das beweise unter anderem der Deal mit Facebook und Google, die Internetgiganten Anti-Flüchtlings-Postings einschränken zu lassen. 

    Doch diese  Kontroverse sei nicht neu. Seit Jahrzehnten hätten Konservative auf beiden Seiten des Atlantiks davor gewarnt, dass Europas großzügige Einwanderungspolitik, die auf der Missachtung der Wünsche gewöhnlicher Europäer beruhe, den Kontinent zu destabilisieren drohe.

    Insbesondere hätten sie vor Assimilationsschwierigkeiten, der Radikalisierungsgefahr und vor wahrscheinlichen Gewaltausbrüchen in europäischen Städten, wie es jüngst in Paris und Köln geschehen ist, gewarnt.

    Gleichzeitig habe es immer wieder auch „apokalyptischere” Prognosen gegeben, die unglaubwürdiger erscheinen, schreibt der Kolumnist. Dazu gehören Ängste vor der Gründung  eines „Eurabiens“ und der damit verbundenen Massenislamisierung. Bis vor kurzem hätten die mit der Integration zusammenhängenden Herausforderungen zwar als unangenehm, aber nicht unüberwindbar ausgesehen. Die jetzige Situation in Europa sei bislang ein „unerforschtes Gebiet“. 

    „Das Problem ist nicht nur, dass hunderttausende und nicht zehntausende Einwanderer kommen, sondern, dass es größtenteils Teenager und Männer sind,  nur wenig älter als zwanzig Jahre“, schreibt der Journalist.

    In  Schweden zum Beispiel, wo ebenfalls die Grenztore für Flüchtlinge offen gestanden hätten, seien im vergangenen Jahr 71 Prozent der Asylbewerber  Männer gewesen.
    Ein gebe langfristigere Probleme, so der Kolumnist, als dass man „Neuankommende davon überzeugen  muss, so ein Zitat aus dem norwegischen Kurs für Migranten, dass man in Europa niemanden zum Sex zwingen darf“.

    Wenn das Wachstum der Einwanderungszahl stetig, aber in geringeren Zahlen vorangehe, erfolge ein tiefgreifender Wandel langsamer und es biete sich somit mehr Zeit für die Integration. Genau darum sei der muslimische Bevölkerungsanteil im vergangenen Jahrzehnt in Europa nur um einen Prozentpunkt gewachsen. Und viele der türkischen und nordafrikanischen Einwanderer, die vor Jahrzehnten nach Deutschland oder Frankreich eingereist waren, könnten heute tatsächlich als Europäer angesehen werden.

    „Aber wenn man eine ganze Million — oder gar Millionen — von Menschen hinzufügt, von denen die meisten junge Männer sind, ergibt sich in kurzer Zeit eine ganz andere Art von Veränderungen“, betont der Journalist.

    Laut Douthat ist dieser Aspekt im Falle Deutschlands sehr wichtig, da, so der Stand von 2013, bei einer Gesamtbevölkerung von 82 Millionen Menschen weniger als 10 Millionen zur Altersgruppe der Zwanzig- bis Dreißigjährigen gehören, wobei die bis dahin eingereisten Migranten bereits mitberechnet wurden.

    Das Ausmaß  der Veränderungen, das auf die europäische Gesellschaft warten könnte, hänge davon ab, ob die ankommenden Männer einen Weg finden, ihre Frauen und Familien nach Europa nachzuholen. Nach Meinung des Kolumnisten sei es unwahrscheinlich, dass sich Männer mit Ehefrauen und Kindern an fremden Frauen vergreifen oder sich mit Formen von Radikalismus solidarisieren würden.

    Die demographischen Auswirkungen allerdings würden sich wiederum verdoppeln oder gar verdreifachen. Für Deutschland würde das bedeuten, dass die Unter-Vierzig-Bevölkerung schon in naher Zukunft zur Hälfte aus nahöstlichen und nordafrikanischen Einwanderern und ihren Kindern bestehen würde.

    Angela Merkel
    © REUTERS / Axel Schmidt

    „Wenn Sie tatsächlich daran glauben, dass eine alternde, säkularisierte und früher größtenteils homogene Gesellschaft friedlich eine Migration von solchem Ausmaß und mit einem derartigen Umfang kultureller Differenzen hinnehmen wird, dann haben Sie eine vielversprechende Zukunft als Sprecher für die heutige Bundesregierung vor sich. Außerdem sind Sie ein Narr“, so Douthat.

    Solche Transformation brächte mit sich die Gefahr einer zunehmenden Polarisierung zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen, einen Anstieg des Terrorpotenzials und politischer Gewalt im Geiste der 30er Jahre, darunter auch Straßenkämpfe der Einwohner gegen vermutliche Islamisten.

    Man sollte deshalb alles tun, um dies zu verhindern, betont der Kolumnist: „Das bedeutet für eine Zeit lang die Schließung der deutschen Grenzen für Neuankömmlinge. Das bedeutet auch einen gut organisierten Abschiebungsprozess für junge Männer im erwerbsfähigen Alter. Das bedeutet, sich von der Illusion zu trennen, dass die früheren Sünden Deutschlands durch eine rücksichtslose Humanität in der Gegenwart gesühnt werden können.“

    „Es bedeutet auch, dass Angela Merkel gehen muss, damit ihr Land  und auch der ganze Kontinent nicht einen zu hohen Preis für ihre hochherzige Torheit zahlen muss“, schließt Douthat.

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    Tags:
    Migranten, Flüchtlingskriminalität, Sexualdelikte, Flüchtlingskrise, Migrationspolitik, Angela Merkel, Köln, Deutschland