14:20 24 Oktober 2020
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    Die türkische Führung hätte sich nach dem Abschuss der russischen Su-24 besser entschuldigen sollen, anstatt das Nato-Hauptquartier anzurufen, so Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Interview, dessen 2. Teil am Dienstag in der „Bild-Zeitung“ erschienen ist.

    „Die türkische Führung hätte sich besser für den Abschuss, der ein klares Kriegsverbrechen war, entschuldigen sollen, anstatt das Nato-Hauptquartier anzurufen“, betonte er. „Das ist doch merkwürdig: Wenn die Türkei ihre ganz eigenen Interessen in der Region verfolgt, müssen weder Deutschland noch die Nato sie dabei unterstützen, oder?“ 

    „Die Türkei ist zwar Mitglied der Nato, aber sie wurde nicht angegriffen. Darum muss die Nato die Türkei nicht schützen, und unsere Probleme mit der Türkei haben auch nichts mit der Nato-Mitgliedschaft dieses Landes zu tun“, fügte Putin hinzu. 
     
    Das Verhalten Ankaras sei merkwürdig und für die Türkei selbst erniedrigend, meinte er. 


     
    Am 24. November hatte ein türkisches Jagdflugzeug des Typs F-16 den russischen Bomber Su-24 über dem Territorium Syriens abgeschossen. Putin bewertete dies als einen „Stoß in den Rücken durch Helfershelfer der Terroristen“. Ankara behauptet, die Su-24 hätte den türkischen Luftraum verletzt. Der russische Generalstab bestreitet dies und verweist dabei auf Angaben der syrischen Luftabwehr.

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    Tags:
    Entschuldigung, Su-24-Abschuss, Wladimir Putin, Ankara, Türkei, Russland