23:37 17 August 2017
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    Putin dementiert: Russland kämpft in Syrien nicht gegen Rebellen

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    Als „gelogen“ hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Behauptungen bewertet, wonach die russischen Streitkräfte in Syrien nicht den IS, sondern die Rebellen bekämpfen würden.

    „Alles gelogen. Schauen Sie, die vermeintlichen Videobeweise für diese Behauptung sind entstanden, noch bevor die russischen Streitkräfte ihren Einsatz überhaupt begonnen hatten. Das können wir beweisen, auch wenn es unsere Kritiker nicht wahrhaben wollen“, erwiderte Putin im „Bild“-Interview auf die Frage, was er zu den im Westen auftauchenden Behauptungen sagen könne, die russischen Luftangriffe dort zielten nicht auf die islamische Terrormiliz ISIS, sondern auf Rebellen.
    Putin erinnerte an die Handlungen des amerikanischen Militärs in Afghanistan.
     
    „Und was ist übrigens mit den US-Piloten, die in Kunduz, Afghanistan, ein Krankenhaus von,Ärzte ohne Grenzen‘ bombardiert haben? Dabei sind sehr viele Menschen ums Leben gekommen – aber die westliche Presse schweigt. Na ja, vielleicht ist es ein paarmal angesprochen worden in der Presse, aber nur, weil auch Ausländer unter den Opfern waren. Dann ist der Fall in der Versenkung verschwunden. Und wer erinnert sich noch an die Hochzeiten in Afghanistan, bei denen durch amerikanisches Bombardement Hunderte von unschuldigen Zivilisten getötet wurden“,  sagte Putin.
     
    Die Information darüber, dass unsere Piloten angeblich zivile Ziele bombardieren würden, werde indessen ständig gebracht, fuhr Putin fort. Er betonte, das seien Falschmeldungen. „Unsere Piloten bombardieren keine zivilen Ziele, außer Sie bezeichnen die Tausende von Tanklastzügen, eine lebende Pipeline geradezu, als zivile Ziele. Die bombardieren wir, ja, aber das tun Amerikaner und Franzosen auch“, fügte dem der russische Präsident hinzu.

    Tags:
    Rebellen, Ärzte ohne Grenzen, Bild-Zeitung, Wladimir Putin, Kunduz, Syrien, Afghanistan, Russland
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