01:51 19 August 2017
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    Nato-Soldaten in Kroatien

    Lieferungen russischer Waffen an Serbien bedrohen Nachbarländer nicht – Vizepremier

    © U.S. Army / Lorenzo Ware
    Politik
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    Russland ist bereit, zum Export nicht verbotene Waffen jeder Art nach Serbien zu liefern, aber nur Militärexperten der beiden Länder können die realen Bedürfnisse und Möglichkeiten Serbiens ermitteln, wie der russische Vizepremier für Rüstungsindustrie, Dmitri Rogosin, am Dienstag in Belgrad der Agentur Sputnik sagte.

    „Viele Fragen“ kämen im Zusammenhang mit der Absicht der Nato auf, in der Nähe Serbiens Waffen aufzustellen. „Die Information darüber, dass in Serbiens Nachbarländern Angriffswaffen erscheinen können, wirkt keineswegs optimistisch“, so Rogosin. Er verwies darauf, dass das an Serbien angrenzende Kroatien neue Angriffswaffen kaufen wolle. „Es erhebt sich die Frage: Gegen wen? Gegen welchen Staat der Region kann das zu kaufende Raketensystem mit einer Reichweite von 270 bis 300 Kilometern eingesetzt werden?“, fragte der Vizepremier rhetorisch.

    Angesichts solcher Berichte verstehe Russland die Risiken für Serbien und die Unsicherheitsgefühle der serbischen Führung, so Rogosin. Er betonte zugleich, Russland wolle keineswegs, dass die Serben oder ein anderes Volk mögliche Waffenlieferungen Russlands nach Serbien als Bedrohung für sie wahrnehmen.

    Wie Rogosin am selben Tag in Belgrad bekanntgab, hat Russland eine Liste der für die serbische Armee notwendigen Waffen erhalten.

    „Wir bestätigen die Information des Verteidigungsministeriums Serbiens, das eine Bedarfsliste für die Armee Serbiens erstellt worden ist. Sie wird aufs Sorgfältigste geprüft und behandelt“, so Rogosin.

    Er teilte auch mit, dass Russland und Serbien bis Ende Februar eine Kommission für militärtechnische Zusammenarbeit auf höchster Ebene bilden werden, die spätestens im Frühjahr ihre Arbeit aufnehmen solle.

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    NATO, Waffen, Dmitri Rogosin, Serbien, Russland