22:43 19 November 2019
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    US-Präsident Barack Obama

    Obamas letzte Rede war Lüge und Heuchelei - US-Präsidentschaftskandidatin

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    Die Ärztin und Präsidentschaftskandidatin der Grünen Partei der USA, Jill Stein, hat in einem Interview gegenüber RT America scharfe Kritik an der in der aktuellen Amtszeit letzten Rede zur Lage der Nation des US-Präsidenten Barack Obama geäußert.

    „In Amerika herrscht eine beispiellose Krise. Wie alle acht Jahre zuvor, hat Obama gelogen, geheuchelt, die Tatsachen verdreht, das Publikum an der Nase herumgeführt und ein rosiges Bild gezeichnet, welches mit der Realität wenig zu tun hat“, sagte Stein.

    Der Präsident habe zu Zusammenarbeit und freundlichen Beziehungen aufgerufen, obwohl er selbst nur mit einem Prozent der Bevölkerung kooperiere – nämlich mit räuberischen Banken, großen Öl- und Gasunternehmen und denen, die sich an Militäraufträgen bereichern.

    Die USA bräuchten jedoch eine Wirtschaft, die sich um ihre Menschen kümmert. Genau das aber habe in der Rede des Staatsoberhauptes gefehlt, betont die Grünen-Kandidatin.

    Laut Stein haben die US-Bürger heute große finanzielle Probleme zu beklagen: Die Löhne würden sinken und der allgemeine Wohlstand sei seit Krisenbeginn um rund 40 Prozent gesunken. Zur selben Zeit verteidige aber die Obama-Regierung Steuernachlässe für wohlhabende Amerikaner in Höhe von fünf Billionen US-Dollar.

    Gleichzeitig beruhe die Außenpolitik der USA auf militärischer Überlegenheit und wirtschaftlicher Hegemonie, es würden Bodentruppen, Luftwaffe und Navy sowie ganze Militärbasen nach Südost-Asien verlegt. Zum heutigen Zeitpunkt seien dies über 1.000 Stützpunkte, obwohl deren Anzahl eigentlich verringert werden sollte.

    „Wie viele Staaten haben dieser Politik einen Zusammenbruch zu verdanken?“, fragt sich Stein.

    Und diese „schreckliche“ Außenpolitik werde vom Geld der Steuerzahler finanziert – für diese fragwürdige militärische Übermacht der Vereinigten Staaten seien bislang insgesamt 6 Billionen, also rund 75.000 Dollar aus der Geldbörse einer jeden US-Familie gezogen worden. Das Resultat: Über eine Million ums Leben gekommener Iraker und Zehntausende im Krieg umgekommene Amerikaner, äußerte die Politikerin.  

    „Heute bezeichnen sie dies als die Grundlage für die US-Außenpolitik in Südostasien. Doch sie wollen mehr – ihre Stärke unter dem Vorwand eines angeblichen Kampfes gegen den Islamischen Staat und Terrorismus auswuchern lassen“, so Stein. In Wirklichkeit generiere eine solche Außenpolitik aber nur Terrorismus.

    Stein und ihre Partei rufen zu einer Offensive für den Frieden auf, die mit einem Waffenembargo beginnen sollte. Laut der Präsidentschaftskandidatin decken die Vereinigten Staaten weltweit die Hälfte aller Waffenlieferungen ab. Sie seien der Hauptlieferant für alle Kriegsparteien im Nahen Osten. 

    „Wir müssen ein Verbot der US-Waffenlieferungen fordern und auch Russland und unsere Verbündeten in diesen Prozess einbeziehen. Der Handel mit Kriegstechnik untergräbt unsere Wirtschaft und fördert den weltweiten Terrorismus“, unterstreicht Stein.  

    Einen großen Beitrag für den Terrorismus leiste auch das mit den USA verbündete Saudi-Arabien.

    „Wir müssen diesem Staat, der die Terrorgruppen im Nahen Osten und anderen Regionen aufrüstet und finanziert, Widerstand leisten“, schließt die US-Politikerin.

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    Tags:
    Krise, Krieg, Waffenlieferungen, Terrorismus, Islamischer Staat, Terrormiliz Daesh, US-Kongress, Jill Stein, Barack Obama, Naher Osten, Saudi-Arabien, Syrien, Irak, USA, Russland