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20:09 20 Juli 2019
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    Medien: Russland mildert Sanktionen für türkische Bauunternehmer der WM 2018 zuliebe

    © Sputnik / Алексей Филиппов
    Politik
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    Russland richtet Fußball-WM 2018 aus (112)
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    Die russischen Behörden sind bereit, wegen des Risikos, den Bau der Sportobjekte zur Fußball-WM 2018 nicht zu vollenden, die Sanktionen gegen die im Land arbeitenden türkischen Bauunternehmen zu mildern, schreibt am Freitag die Zeitung „Kommersant“.

    Laut einem ranghohen Beamten dürfen große Bauunternehmen unter der Bedingung in Russland bleiben, wenn sie mit russischen Partnern, denen mindestens 75 Prozent der Aktien plus eine Aktie gehören werden, Gemeinschaftsunternehmen gründen. Ein anderer Regierungsbeamter konkretisierte, dass Unternehmen, die kommerzielle und staatliche Verträge bekommen wollen, die nach dem 30. November abgeschlossen werden, derartige Gemeinschaftsunternehmen schaffen müssen.

    Die Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und der Türkei stecken seit dem Abschuss eines russischen Bombers Su-24 durch ein türkisches Jagdflugzeug des Typs F-16 am 24. November 2015 in einer Krise. Russland hat insbesondere ab 1. Januar 2016 den Unternehmen verboten, türkische Staatsbürger einzustellen.

    Laut einer Quelle der Ausgabe können die Milderungen die Verträge zum Bau der Objekte für die Fußball-WM 2018 betreffen. Türkische Unternehmen sind hauptsächlich Subauftragnehmer beim Bau von Sport-, Infrastruktur und Hotelobjekten. Es handelt sich um etwa dreißig Unternehmen. Das Gesamtvolumen der von ihnen auszuführenden Arbeiten könne 60 Milliarden Rubel erreichen, sagt der Beamte.

    Die Mechanismen zur Gründung von Gemeinschaftsunternehmen türkischer Bauunternehmen mit russischen Partnern sind bisher noch in keiner Weise formalisiert, konkretisiert ein Gesprächspartner der Ausgabe. Ihm zufolge wird das  möglich sein, sobald der vom Ministerium für Wirtschaftsentwicklung ausgearbeitete Entwurf der Verordnung unterzeichnet ist, in der die Regeln für die Auswahl der von türkischen Geschäftspartnern in Russland auszuführenden Verträge beschrieben sind, für die die Sondermaßnahmen nicht gelten.

    Am Donnerstag hatte das Ministerium den Entwurf dieses Dokument veröffentlicht. Aus ihm geht hervor, dass  unter die Sanktionen nicht jene türkischen Unternehmen fallen, die Verträge realisieren, deren Einstellung zur Nichterfüllung innerer oder äußerer Verpflichtungen führen kann. Dieser Punkt trifft gerade auf die Objekte für die Fußball-WM 2018 zu.

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    Tags:
    F-16, Su-24, Fußball-WM 2018, Türkei, Russland