Widgets Magazine
03:45 20 Oktober 2019
SNA Radio
    Russischer Kampfjet Su-34 auf Luftwaffenstützpunkt Hmeimim, Latakia, Syrien

    Ex-Außenminister Kinkel: Russland ändert Wahrnehmung der Syrienkrise in der Welt

    © AFP 2019 / Paul Gypteau
    Politik
    Zum Kurzlink
    5632
    Abonnieren

    Russland ist es gelungen, die Auffassung der Syrienkrise in der Welt zu ändern, wie der Ex-Außenminister (FDP) Klaus Kinkel in einem Interview für RIA Novosti sagte.

    „Russland hat es immerhin fertiggebracht, dass die Syrienfrage in ihrer Bedeutung völlig anders begriffen worden ist, als es vorher der Fall war. Der Westen hat in der Syrienfrage versagt, und Russland hat durch seine politischen Entscheidungen mindestens dazu beigetragen, dass die Frage ernst genommen wird“, so Kinkel.

    Putin strebt laut dem Ex-Minister „offensichtlich auch nach einer politischen Lösung der Syrienfrage, und die ist dringend nötig bei 250 000 Toten und 4,5 Millionen Flüchtlingen“.

    Außerdem finde er „zunächst erfreulich“, dass Russland bei der Lösung der Atomproblematik von Iran mitgemacht hat.

    Seit dem 30. September fliegt Russland auf Bitte des Präsidenten Baschar al-Assad Luftangriffe auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat und der Al-Nusra-Front in Syrien. Seitdem haben die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte mit Unterstützung der Kaspischen Flotte und des U-Bootes „Rostow am Don“ der Schwarzmeerflotte mehrere hunderte Extremisten getötet und tausende Objekte der Terrormilizen zerstört.

    Russische Su-25 in Syrien
    © Foto : Ministry of defence of the Russian Federation
    Mit Hilfe der russischen Luftwaffe führen die Regierungstruppen und die patriotische Opposition in Syrien eine Offensive gegen die Terroristen durch. Allein in den letzten 1,5 Monaten wurden nach Informationen des russischen Generalstabs mehr als 150 Ortschaften in Syrien befreit. Gleichzeitig bekommen die Terroristen trotz Bemühungen der internationalen Gemeinschaft weiter Verstärkung aus der Türkei, heißt es im Generalstab.

    Parallel fliegt die US-geführte Anti-Terror-Koalition Angriffe in Syrien ohne ein entsprechendes Mandat der Führung des Landes. Russland tauscht mit ihr Informationen zu den Flügen aus, eine engere Kooperation liegt jedoch nicht vor. Dabei wirft der Westen Russland vor, es greife nicht nur Objekte der Terroristen, sondern auch Stellungen der sogenannten gemäßigten Opposition an. Das russische Verteidigungsministerium weist diese Vorwürfe als unbegründet zurück.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Russlands Luftwaffe wirft humanitäre Hilfsgüter in Syrien ab - VIDEOS
    100 Tage Syrien-Einsatz: Über 5.600 russischer Kampfflüge gegen Daesh
    Was bombardiert US-Koalition in Syrien wirklich? - Moskau will aufklären
    Russisches Militär startet humanitäre Operation in Syrien
    Russische Luftangriffe in Syrien: Bereits 217 Orte von Terroristen befreit
    Tags:
    Islamischer Staat, Terrormiliz, Klaus Kinkel, Iran, Russland, Syrien