Widgets Magazine
18:07 16 Juli 2019
SNA Radio
    Wähler bei der Wahlkampagne von Donald Trump

    Fox News: Russland ist der wahre Gewinner der US-Präsidentschaftswahlen

    © REUTERS / Brian Snyder
    Politik
    Zum Kurzlink
    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)
    291479

    Die US-Präsidentschaftswahlen finden erst im November statt. Doch nach Überzeugung des Kolumnisten des Nachrichtensenders Fox News Douglas Schoen steht ihr Sieger heute schon fest: Wladimir Putin.

    Die Initiativen der Präsidentschaftskandidaten in den USA seien für Russland vorteilhaft. Der Wahlkampf gehe erst los, die USA seien aber bereits im Epizentrum einer globalen Krise, sagt Schoen mit Verweis auf die iranischen Tests einer Präzisions-Langstreckenrakete und die Erklärungen Nordkoreas über den erfolgreichen Abwurf einer Wasserstoffbombe. Zudem würden sich die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran auf das Verhältnis der USA zu den beiden Ländern wie auf die Stabilität in der gesamten Region negativ auswirken.

    Dabei sei der gegenwärtige Augenblick für die Vereinigten Staaten sicherlich kein guter Moment, um die Weltbühne zu verlassen. Die Erklärungen der führenden Kandidaten beider US-Parteien zeugten allerdings davon, dass sie sich exakt in diese Richtung bewegen. „Und genau hier tritt Putin auf den Plan. Während der Abgang der USA von der Weltbühne dem Land teuer zu stehen kommt, ist dies für Russland ein wahrer Glücksfall“, schreibt Schoen.

    Die Aussagen der meisten US-Kandidaten ließen Russland gut dastehen. Hierbei erinnert der Journalist an die Worte Donald Trumps, dass er gut mit Putin klarkomme. Und die Kampfrhetorik Ted Cruz´ sei – so die Ansicht des Autors – nur ein Vorwand für politische Schritte, die Russland recht wären. Dabei erfreuten sich die Hardliner gegenüber Russland keiner besonderen Wählergunst, betont Schoen. Nach Ansicht des Kolumnisten ermöglicht die klare Strategie dem russischen Präsidenten die Durchsetzung russischer Interessen auf der ganzen Welt, wie auch die Re-Etablierung Russlands als Weltmacht.

    „Wir haben nicht vor, ihn zu stoppen. Unsere Politiker haben keinen nennenswerten Plan für die Zukunft. Solange die Kandidaten so auftreten, bleibt es für Putin nebensächlich, wer in den Umfragen vorne liegt. Er ist sich sicher, dass der nächste amerikanische Präsident, der im Januar 2017 sein Amt antritt, ihm helfen wird, Russland groß zu machen“, meint Schoen.

    Bis dahin arbeitet US-Präsident Barack Obama den Rest seiner zweiten Amtszeit ab. Im Januar nächsten Jahres muss er sein Amt verlassen. Um den Einzug ins Weiße Haus kämpfen auf Seiten der Demokraten die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton und der US-Senatsabgeordnete Berni Sanders. Die Republikaner stellen ein Dutzend Kandidaten, wobei Donald Trump – berühmt für seine mehrdeutigen Aussagen und den ruppigen Debattierstil – die Umfragen mit Abstand anführt. Die Vorwahlen – die sog. Primaries – beginnen am 1. Februar im Bundesstaat Iowa.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)

    Zum Thema:

    Neustart mit Moskau – Schachzug im Clintons Wahlkampf oder frischer Ton?
    Obamas letzte Rede war Lüge und Heuchelei - US-Präsidentschaftskandidatin
    US-Senator Graham: Würde russische Jets über Syrien abschießen lassen
    Netz-Spott über US-Präsidentschaftskandidat nach Tiraden gegen Putin
    Tags:
    Bernie Sanders, Donald Trump, Hillary Clinton, Barack Obama, Wladimir Putin, USA, Russland