18:34 19 November 2018
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    Juncker: Schengen kämpft ums Überleben

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    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sieht den Schengen-Raum wegen der Flüchtlingskriese in Europa zukünftig in seiner Existenz bedroht.

    Wie er am Dienstag in Straßburg sagte, führten die EU-Mitgliedsländer zunächst eine Grenzkontrolle ein, dann würden sie sich fragen, wozu eine einheitliche Währung notwendig sei, wenn es keine Freizügigkeit der Bürger und des Binnenmarktes mehr gebe.

    Im Zuge der Flüchtlingskrise haben sieben EU-Staaten – Norwegen, Schweden, Dänemark, Österreich, Deutschland, Frankreich und Malta – an ihren Grenzen wieder Kontrollen eingeführt, um den Flüchtlingsstrom einzudämmen. 

    Nach Angaben der europäischen Grenzschutzagentur Frontex kamen im vergangenen Jahr mehr als 1,2 Millionen Flüchtlinge nach Europa. Die Migrationskriese sei laut der EU-Kommission die größte seit dem zweiten Weltkrieg. 

     

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    Schengen, Jean-Claude Juncker, Europa