16:20 29 Januar 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    11969
    Abonnieren

    Trotz der Aufrüstung stellt Russland laut dem finnischen Ex-Geheimdienstchef Sakari Wallinmaa keine direkte Bedrohung für Finnland dar. Das könnte sich jedoch ändern, sollte Finnland Nato-Mitglied werden, warnt der Oberst.

    „Wir müssen erkennen, dass unser Nachbar eine Supermacht ist, die in der letzten Zeit ihr militärisches Potenzial aktiv aufgestockt, die Technik modernisiert und planmäßige sowie unplanmäßige Militärübungen durchführt“, sagte Wallinmaa in einem Gespräch mit der Zeitung „Huvudstatsbladet“. Trotz der wachsenden Militärmacht stelle Russland jedoch keine direkte militärische Bedrohung für Finnland dar: Jedenfalls habe der finnische Geheimdienst keine Hinweise auf eine solche Gefahr.

    Moskau habe nichts gegen die aktuelle Zusammenarbeit Finnlands mit der Nato, lehne jedoch einen Beitritt Finnlands zur Nato strikt ab, so der Ex-Geheimdienst-Chef weiter. Er warnte davor, die russischen Sorgen auf die leichte Schulter zu nehmen.

    Wenn Finnland dem nordatlantischen Bündnis beiträte, würde Moskau reagieren. „Auch wenn es sich um eine innerpolitische Angelegenheit Finnlands handelt, können wir die  Bedenken des Nachbarstaates nicht ohne weiteres abtun.“ Mit Blick auf Russlands neue Sicherheitsstrategie, die die Aufrüstung der Nato als Bedrohung einstuft, sagte Wallinmaa: „Russland sieht die Weltordnung anders, und diese Sicht passt mittlerweile nicht in die westlichen Tendenzen hinein.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Die Propaganda wirkt: Skandinavien wappnet sich gegen „russischen Angriff“
    Sicherheitschef: „Aggressives Bündnis Nato“ immer gefährlicher für Russland
    Westen als Bedrohung für Russland: Medien zu neuer Sicherheitsstrategie Moskaus
    Tags:
    NATO, Sakari Wallinmaa, Finnland, Russland