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    Die Flagge der Sowjetunion

    Westen glaubt nicht mehr an Mythos vom „Roten Monster“ Russland – US-Experte

    © Sputnik / Konstantin Chalabov
    Politik
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    25 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion versuchen Washington und London die Zeit dahin zurückzudrehen, als sie noch die Öffentlichkeit mit ihren schrecklichen Geschichten von der „roten Gefahr“ in Gestalt Russlands kontrollieren konnten, schreibt der US-Experte Finian Cunningham.

    Die Regierungen Großbritanniens und der USA starteten mit ihren Aussagen darüber, dass sich der Kreml in die Angelegenheiten der politischen Parteien und Medien Europas einmische, eine weitere Informationskampagne im Sinne einer Dämonisierung Russlands. Doch das eigentliche Problem Europas bestehe darin, dass es nicht unabhängig von den USA ist und die zunehmende Unzufriedenheit der eigenen Bevölkerung mit den sich mehrenden Problemen in Politik und Wirtschaft der EU nicht bewältigen kann.

    „Außer sich selbst, kann die EU niemandem die aktuellen Spannungen und Deformationen vorwerfen. Europa beugt sich aus Furchtsamkeit vor der unvernünftigen Politik Washingtons“, so der Experte.

    25 Jahre nach Ende des Kalten Kriegs und dem Zerfall der Sowjetunion versuchten Washington und seine treuen Freunde in London verzweifelt, die Uhr in die „gute alte Zeit“ zurückzudrehen, als sie noch die Öffentlichkeit mit ihren schrecklichen Geschichten beeinflussen konnten.

    „In der vergangenen Woche erhielten wir eine weitere Gehirnwäsche-Formel im Stil des Kalten Krieges. Die Zeitung ‘Daily Telegraph‘ veröffentlichte eine Reportage, in der Russland und seinem Präsidenten Wladimir Putin Versuche vorgeworfen werden, die Einheit Europas durch Finanzierung von politischen Parteien und eine aus Moskau gesteuerte Destabilisierung zu untergraben“, so Cunningham.

    Zu den europäischen politischen Parteien, die einer angeblichen Manipulation durch Russland verdächtigt wurden, gehörten die britische Labor Party, die französische Front National sowie andere Parteien in den Niederlanden, Ungarn, Italien, Österreich und Griechenland, so der Experte.

    Dabei seien keinerlei Beweise für das angebliche russische Komplott zur Destabilisierung der europäischen Politik vorgelegt worden. Eine typisch westliche Propaganda im Stile des Kalten Krieges stütze sich ausschließlich auf Zwecklügen, Vorurteilen und Dämonisierung. Russland und Putin seien böse, weil so gesagt worden sei, so der Experte.

    Die Europäische Union erfahre gerade eine Zerreißprobe, jedoch nicht wegen der angeblichen Einmischung Russlands, sondern weil viele einfache Bürger von der europäischen Demokratie enttäuscht seien. Die Unzufriedenheit beherrsche sowohl Anhänger der linken als auch der rechten Parteien.

    „Die Wirtschaftspolitik einer erbarmungslos harten Sparsamkeit, das Wachstum der Arbeitslosigkeit und harte Kürzungen der staatlichen Leistungen sowie das Anwachsen der Banken- und Unternehmensgewinne, durch die die reiche Minderheit noch reicher wird“, so der Experte.

    Laut dem Experten besteht das größte Problem darin, dass die EU keine Unabhängigkeit gegenüber Washington zeige und sich die europäischen Regierungen unter der Peitsche der von den USA geleiteten Nato befinden.

    „Die Schwierigkeiten werden durch eine nutzlose und sinnlose Konfrontation zwischen Russland und Europa wegen der Ukraine-Krise verschärft. Angesichts dieser Problempunkte ist es nicht verwunderlich, dass europäische Bürger mit ihrer politischen Führung unzufrieden sind. Die Verachtung gegenüber Brüssel stieg auf Rekordhöhe und das ist richtig so“, so Cunningham.

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    Tags:
    Finian Cunningham, Russland, UdSSR, USA